Seit einigen Monaten, genauer gesagt seit der außergerichtlichen Einigung und Lizenzvereinbarung mit Warner Music, spricht das KI-Unternehmen Suno von einem „neuen Modell“, das es in Zusammenarbeit mit der Musikbranche entwickeln wolle.
Das Warten hat nun ein Ende, denn Suno kündigte jüngst die Version „v6“ seines Musikmodells an. Dieses soll, wie CEO Mikey Shulman in einem Blogbeitrag und einem Interview bei „Billboard“ mehrfach betont, ausschließlich auf lizenzierten Daten – oder wie er es nennt, „Partner Data“ – basieren.
Nach dem ersten großen Deal mit einem Player der Musikbranche, also der Vereinbarung mit Warner Music im November 2025, schloss das KI-Unternehmen weitere Pakte mit BMG, die kürzlich mit Concord fusionierten, und jüngst dem französischen Unternehmen Believe, einem der weltweit größten Nicht-Majors. Wie Shulman bei „Billboard“ betont, ist das bald veröffentlichte Modell bislang nur mit Daten von Warner Music trainiert.
Dass die Meldung zum neuen Musikmodell nur einen Tag nach der Bekanntgabe des Believe-Deals erfolgt, dürfte darauf hindeuten, dass man in naher Zukunft keine weiteren Deals mit der Branche erwartet. Schließlich laufen mit Universal Music, Sony Music und Kobalt noch rechtliche Auseinandersetzungen in den USA.
Mikey Shulman beschreibt die drei „v6“-Varianten in seinem Blogbeitrag als Sunos bislang „beste Musikmodelle“. Neben der Standardvariante für Pro- und Premium-Abonnent:innen liefert Suno nun ein Modell, das den Beinamen „wild“ trägt und experimentellere Ergebnisse hervorbringen soll. Zudem bietet das Unternehmen mit v6-mini eine kostenfreie Version seines neuen Modells an.
Was genau „v6“ besser können soll als seine Vorgänger, beschreibt der Gründer und CEO der Plattform in seinem Blogbeitrag.
Sobald „v6“ auf den Markt kommt, sollen alle vorherigen Modelle von Suno abgeschaltet werden. In diesen hatte, wie zuletzt das Landgericht München in einem Verfahren der GEMA gegen die KI-Plattform bestätigte, durch das Verwenden von nicht lizenzierten Trainingsdaten Urheberrechte verletzt. Bis heute ist öffentlich nicht bekannt, ob die Künstler:innen bei Warner Music nach der Beilegung des Rechtsstreits dafür eine Entschädigung bekommen haben oder wie genau das neue Vergütungsmodell von Suno aussehen soll.
In einer zweiten Phase des aktuellen Roll-outs will Suno zudem ein weiteres Feature launchen, mit dem Künstler:innen der Partnerlabels ihre Musik für personalisierte Remixes Suno-Nutzer:innen zur Verfügung stellen können – genau wie Spotify es aktuell bereits plant und dafür schon Deals mit Universal Music, Merlin und Kobalt unter Dach und Fach hat.






