Durch die Zusammenarbeit mit Believe hat sich Suno den nächsten Deal mit einem großen Unternehmen aus der Musikindustrie gesichert. Bislang schloss die Firma hinter dem umstrittenen KI-Tool bereits Lizenzvereinbarungen mit Warner Music und BMG. Derweil liefert sich Suno weiterhin rechtliche Auseinandersetzungen mit Universal Music, Sony Music und vielen weiteren Akteuren der Branche.
Die am 8. September bekannt gegebene „strategische Partnerschaft“ dürfte ähnlich aufgebaut sein wie die im August dieses Jahres geschlossene Vereinbarung mit BMG. Auch hier sollen Künstler:innen und Labels aus dem Repertoire von Believe die Möglichkeit zum sogenannten Opt-in bei einem angekündigten neuen Modell von Suno erhalten.
In Bezug auf TuneCore, eine Marke von Believe, ändert sich durch die neuerliche Allianz allerdings etwas. Noch im April 2026 hatte der DIY-Vertrieb verkündet, keine mit Suno erstellten Songs zu veröffentlichen. Mit der Entwicklung des neuen Tools soll dies nun der Vergangenheit angehören.
Believe verspricht allen teilnehmenden Künstler:innen eine Vergütung für die Nutzung ihres Repertoires sowie den Erhalt ihrer Urheber- und Masterrechte.
Believe-Gründer und CEO Denis Ladegaillerie betont, die Arbeit von Believe bedeute zunehmend, „mit neuen Technologien wie KI zu arbeiten und gleichzeitig sicherzustellen, dass verantwortungsvolle Innovation zu größeren Chancen und Wertschöpfung für Künstler führt“. Die Partnerschaft, die man nun mit Suno für Believe und TuneCore geschaffen habe, erschließe Artists und Labels „leistungsstarke Tools“. Ladegaillerie meint weiter: „Sie gibt ihnen nun eine sinnvolle Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie sich einbringen und ihre Rechte schützen können, und ermöglicht es ihnen, an dem Mehrwert teilzuhaben, der durch innovative, verantwortungsvolle KI-Technologien geschaffen wird.“
Mikey Shulman, CEO von Suno, ergänzt: „Diese Partnerschaft wird die Möglichkeiten für unabhängige Künstler:innen erheblich erweitern und ihnen Zugang zu kreativen Tools, neuen Vertriebswegen für ihre Musik über Believe und TuneCore sowie mehr Sichtbarkeit verschaffen.“ Man habe die Grundlagen für „die nächste Generation von Suno gelegt, unsere Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, unsere Partnerschaften in der Branche ausgebaut und von Künstler:innen gelernt, die unsere kommenden Musikmodelle getestet haben“.
Bislang lief Suno, wie zuletzt ein Münchner Landgericht bestätigte, auf einem System, das das Urheberrecht verletzt. Dagegen gehen aktuell noch die Universal Music Group sowie die Sony Music Group in den USA gerichtlich vor. In Deutschland gewann die GEMA zuletzt in erster Instanz ein Verfahren gegen das KI-Unternehmen.
Nach monatelangem Pochen auf die Fair-Use-Regelung nach amerikanischem Urheberrecht, der Flut von KI-Musik auf den Streamingplattformen, einer Verurteilung durch das Landgericht München und dem Protest vieler Kreativschaffender scheint Suno in den vergangenen Wochen immer mehr den Weg in Richtung Anpassung an die Musikbranche zu suchen. Zuletzt kündigte CEO Mikey Shulman in einem Blogpost unter anderem neue Downloadregeln, Wasserzeichen und Copyrightfilter für Suno an.






