Recorded & Publishing

Spotify holt Kobalt für KI-Remixe an Bord 

Erst Universal Music, jüngst Merlin, nun Kobalt: Spotify arbeitet weiter an Lizenzpartnerschaften für ein neues Feature, mit dessen Hilfe Nutzer:innen künftig selbst KI-Remixe von Lieblingssongs erstellen können.

Den Abschluss mit Kobalt gab Spotify noch am 13. August 2026 bekannt. Nach Universal Music, wo der Streamingdienst einen Lizenzdeal für die Bereiche Recorded Music und Publishing ausgehandelt hat, und der im Plattenfirmengeschäft aktiven Merlin-Lizenzplattform der unabhängigen Musikunternehmen, kommt nun also mit dem kürzlich von Primary Wave übernommenen Unternehmen Kobalt ein zweiter Player aus dem Musikverlagsgeschäft für das neue Tool bei Spotify mit an Bord.

Bei Spotify betont man weiterhin, dass neue Angebot als kostenpflichtige Zusatzfunktion für Premium-Nutzer:innen an den Markt bringen zu wollen. Es solle Fans ermöglichen, Coverversionen und Remixe von Lieblingssongs von teilnehmenden Songwritern zu erstellen. Die Kreativschaffenden sollen dabei direkt an der Wertschöpfung beteiligt werden. Man wolle das Angebot.

„Am Anfang von Coverversionen und Remixen steht immer der Song“, weiß auch Charlie Hellman, SVP und Global Head of Music bei Spotify: „Daher sind Musikverlage und Songwriter unverzichtbare Partner bei der richtigen Entwicklung dieses Tools.“ Die Vereinbarung mit Kobalt basiere „auf Zustimmung, Namensnennung und Vergütung für die beteiligten Songwriter“, ergänzt Hellmann. Und Kobalt-CEO Laurent Hubert ergänzt: „Die neuen, KI-gestützten Kreativ-Tools von Spotify basieren auf ethischem Training, fairer Vergütung und gezielten Schutzmaßnahmen.“ Die  nun getroffene Lizenzvereinbarung solle sicherstellen, „dass unsere Songwriter auf völlig neue Weise mit ihrem Publikum in Kontakt treten und zugleich direkt von den kreativen Möglichkeiten profitieren können, die diese neuen Funktionen bieten“.

Im Mai hatten zunächst Spotify und die Universal Music Group eine entsprechende Lizenzvereinbarung für das Tool gemeldet, das für die Künstler:innen eine Opt-in-Regelung vorsieht, erst kürzlich kamen die Merlin-Indies hinzu.

Da ein Remix-Feature im komplexen Musikgeschäft zahlreiche Fragen aufwirft, erläuterte Holger Christoph, Senior Vice President Digital Business Universal Music Central Europe, das Projekt wenig später im Gespräch mit MusikWoche: „Die Akzeptanz solcher Modelle wird davon abhängen, dass Zustimmung, Transparenz, Vergütung und Kontrolle gewährleistet sind“, sagte Holger Christoph dabei unter anderem. „Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann sehe ich Potenzial für eine neue und langfristig tragfähige Form der Wertschöpfung.“