Recorded & Publishing

BMG schließt Partnerschaft mit Suno

Als zweites großes Unternehmen der Musikbranche geht BMG eine Partnerschaft mit Suno ein. Das KI-Unternehmen entwickelt aktuell „in Partnerschaft mit der Musikindustrie“ ein neues Modell, das auf lizenzierten Trainingsdaten basieren soll. Zuletzt verlor Suno vor Gericht gegen die GEMA, die Rechtsstreitigkeiten mit Universal Music und Sony Music laufen weiter, während man Warner Music für einen Lizenzdeal gewinnen konnte.

Bislang lief Suno, wie zuletzt ein Münchner Landgericht bestätigte, auf einem System, dass das Urheberrecht verletzt. Dagegen gehen aktuell noch die Universal Music Group sowie die Sony Music Group in den USA gerichtlich vor. In Deutschland gewann die GEMA zuletzt in erster Instanz ein Verfahren gegen das KI-Unternehmen. Suno sucht nun den Weg in eine Partnerschaft mit weiten Teilen der Musikbranche und hat dafür nun Partner Nummer zwei gefunden.

Nachdem die mit rund fünf Milliarden Dollar bewertete Firma bereits einen Lizenzdeal mit der Warner Music Group eintütete, konnte man nun BMG für sich gewinnen. Das international tätige, aber aus Deutschland stammende Unternehmen gab die Partnerschaft am 12. August 2026 bekannt.

Suno baue, wie die KI-Firma auch selbst schon bekanntgab, aktuell gemeinsam mit Teilen der Musikbranche am ersten lizenzierten Modell, so die Bertelsmann-Tochter. BMG betont darüber hinaus, dass man sichergestellt habe, dass die Künstler:innen und Songwriter:innen der eigenen Label- und Verlagsarme eine Opt-in-Option haben und für die Nutzung ihrer Musik entlohnt werden.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft der Musik partizipativer sein wird und völlig neue Möglichkeiten für die Verbindung zwischen Künstler:innen und Fans schaffen wird“, erklärt Mikey Shulman, Co-Founder von Suno. Gemeinsam mit BMG könne man neue Angebote entwickeln, „die Künstler:innen und Songwriter:innen echte Optionen bieten, neue Einnahmequellen erschließen und Musik zu einem noch wichtigeren Bestandteil des Lebens der Menschen machen“, so der CEO weiter.

Celine Joshua, EVP Global Marketing & Streaming bei BMG, ergänzt: „Die Zukunft der KI in der Musik wird davon abhängen, ob Künstler:innen und Songwriter:innen weiterhin im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen und an dem dadurch geschaffenen Wert teilhaben. Das Leitprinzip lautet: Wahlfreiheit. Diese Vereinbarung schafft umfassende Schutzmaßnahmen, klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen und neue kreative Möglichkeiten für Künstler:innen und ihre Fans.“

Nach monatelangem Pochen auf die Fair-Use-Regelung nach amerikanischem Urheberrecht, der Flut von KI-Musik auf die Streamingplattformen, einer Verurteilung durch das Langericht München und dem Protest vieler Kreativschaffender scheint Suno in den vergangenen Wochen immer mehr den Weg in Richtung Anpassung an die Musikbranche zu suchen. Zuletzt kündigte CEO Mikey Shulman in einem Blogpost unter anderem neue Downloadregeln, Wasserzeichen und Copyrightfilter für Suno vor.