Bei Midia Research taxiert man den weltweiten Umsatz aus der Vermarktung von Recorded Music für 2025 auf ein Volumen von 74,3 Milliarden Dollar. Bis 2033, so sagen die britischen Marktforscher:innen um Vordenker Mark Mulligan voraus, werde diese Summe um fast 63 Prozent auf dann 121,1 Milliarden Dollar klettern; umgerechnet wären das nach derzeitigen Kursen fast 105 Milliarden Euro.
Für die jüngste Ausgabe des „Global Music Forecasts“, den Midia Research auch auf seinen Onlineseiten bewirbt, legen die Marktforscher:innen somit im Vorjahresvergleich noch einmal stabile zehn Prozent obenauf: Vor Jahresfrist sah man die Musikindustrie für 2032 schließlich noch bei einem Umsatzvolumen von gut 110 Milliarden Dollar. Das waren ebenfalls rund zehn Prozent mehr als die 13 Monate zuvor für 2031 in Aussicht gestellten 100 Milliarden Dollar.
Allerdings, so räumen die Briten ein, würden sich hinter den Headline-Zahlen auch „tiefgreifende Verschiebungen“ verbergen: So attestiert Midia Research dem Musikmarkt eine wachsende Kluft zwischen dem Umsatzwachstum der Plattformen und den Zuwächsen auf Seiten der Labels. Da die DSPs ihre Einnahmequellen zunehmend in Bereichen wie Podcasts diversifizieren würden, an denen Labels gar nicht beteiligt seien, würden sie stetig an Umsatzanteilen, Einfluss und Verhandlungsmacht gewinnen. Dieser Trend, so heißt es bei Midia Research, werde sich fortsetzen und die Labels zur Weiterentwicklung ihrer Streaming-Aktivitäten und zum erschließen neuer Geschäftsfelder drängen. Dazu könne zum Beispiel die wachsende Bedeutung der sogenannten Fan-Ökonomie beitragen, der man bei Midia unter anderem den Verkauf von Fanprodukten und physischen Tonträgern als dem „am zweitschnellsten wachsende Umsatzsegment“ zurechnet.
Eine Trendwende erwartet man bei Midia Research bei den ARPU-Einnahmen im Abo-Geschäft, also den durchschnittlich pro Kopf erzielten Umsätzen: Hier habe man bis 2025 zumeist ein Abschmelzen beobachtet, ab 2026 aber sei nun wieder mit Zuwächsen zu rechnen, unter anderem Dank Preiserhöhungen und zusätzlichen Angebotskomponenten bei den Streamingdiensten sowie einer geringer werdenden Nutzung kostenfreier Testangebote.




