Suno kündigt in seinem Blogpost eine neue Richtlinie rund um Downloads an, die die massenhafte Verbreitung von Songs auf Streamingplattformen eindämmen soll. Die professionelle, kreative und private Nutzung der Plattform soll in diesem Zuge jedoch nicht beeinflusst werden. Damit reagiere das Unternehmen auf die Sorge, generative KI-Werkzeuge könnten zur Flutung von Streamingdiensten mit maschinell erzeugten Inhalten missbraucht werden. Laut Suno würden die Änderungen „die große Mehrheit“ der Nutzer:innen nicht betreffen, aber Missbrauch in großem Stil erschweren.
Parallel dazu will das Unternehmen in den kommenden Wochen neue Technologien zur Audio-Wasserzeichnung und zum digitalen Fingerprinting einführen, die dauerhaft und manipulationssicher sein sollen, ohne das Hörerlebnis zu beeinträchtigen. Hinzu kommen neue Transparenzwerkzeuge, damit auf der Plattform erzeugte Songs auch auf anderen Plattformen erkennbar bleiben – die Entscheidung über die Offenlegung solle aber bei Künstler:innen und Plattformen selbst liegen.
„KI sollte den Menschen dabei helfen, etwas Neues zu schaffen, und nicht die Arbeit anderer nachzuahmen“, heißt es weiter im Statement von Mikey Shulman. Der Anbieter verzichte deshalb bewusst darauf, Artist-Namen in seinen Trainingsdaten zu verwenden, um keine Musik zu erzeugen, die bestehenden Interpret:innen nachempfunden ist. Nutzer:innenanfragen, die auf konkrete Acts oder geschützte Songs abzielen, würden umgeleitet und stattdessen auf beschreibende musikalische Merkmale reduziert.
Zur Erkennung geschützten Materials arbeitet Suno mit externen Partnern zusammen. Wie Musixmatch mitteilte, ist Suno der erste Kunde des neuen Dienstes Sentinel, der Copyright-Verletzungen in Echtzeit erkennen soll.
Aus deutscher Branchensicht dürfte die Ankündigung mit besonderem Interesse verfolgt werden: Erst vergangene Woche hatte ein Gericht in Deutschland in einem von der GEMA angestrengten Verfahren eine Urheberrechtsverletzung durch Suno festgestellt. Bislang hat unter den Major-Labels lediglich Warner Music einen Lizenzvertrag mit dem US-amerikanischen KI-Anbieter abgeschlossen.
Suno kündigte zudem überarbeitete Community-Richtlinien an, die deutlicher festlegen sollen, welche Aktivitäten nicht toleriert werden – darunter das Hochladen fremden geschützten Materials, das Nachbauen bestehender Songs sowie die Nutzung von Stimmen oder dem Abbild einer Person ohne Zustimmung. Verstöße können von Verwarnungen über zeitweise Sperrungen bis hin zu dauerhaften Kontosperrungen und, in schweren Fällen, Meldungen an Behörden reichen.






