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Suno sammelt Millionen ein und kündigt neues Musikmodell an

Am 3. Juni 2026 gab Mikey Shulman den Abschluss einer Finanzierungsrunde bekannt: 400 Millionen Dollar habe Suno einsammeln können, die Bewertung des KI-Konzerns wuchs auf 5,4 Milliarden Dollar. Zudem kündigte der Suno-Mitbegründer und CEO ein neues KI-Modell an, das „in Partnerschaft mit der Musikindustrie“ entwickelt worden sei.

Laufende Rechtsstreitigkeiten mit der Musikwirtschaft – zuletzt hatten zum Beispiel die Majors Universal Music und Sony Music die Zahl der in ihrer Klage gegen Suno verhandelten Verstöße gegen Urheberrechte massiv ausgeweitet, auch die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA geht gerichtlich weiter gegen das Unternehmen vor – scheinen potenzielle Investoren im Glauben an die unternehmerische Zukunft des KI-Konzerns Suno nicht erschüttern zu können. Das zeigt die jüngste Finanzierungsrunde, die Suno 400 Millionen Dollar an Kapital in die Kassen spült und die Bewertung des Unternehmens auf 5,4 Milliarden Dollar schraubt. Zuletzt hatte Suno im November 250 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2,45 Milliarden Dollar eingesammelt – binnen gerade einmal rund sechs Monaten hat sich der Firmenwert damit mehr als verdoppelt. 

Die frische Finanzspritze gab Mikey Shulman am 3. Juni in einem Beitrag auf den Onlineseiten des KI-Konzerns bekannt: Nicht weniger als „ein neues Kapitel“ für Suno verspricht der CEO dort, verweist zudem auf die Bedeutung von Musik oder die Förderung kreativer Ausdrucksmöglichkeiten und verweist darauf, dass „mehr als die Hälfte unseres Teams“ aus Musiker:innen bestehe.

Die frisch eingesammelten Gelder, so führt Mikey Shulman aus, sollen Suno dabei helfen, „genau das zu beschleunigen, worauf es uns am meisten ankommt: noch mehr Menschen dabei zu unterstützen, sich durch Musik auszudrücken – und zugleich die Möglichkeiten für Künstler und Kreative auf Suno immer weiter auszubauen“.

Darüber hinaus hat der Suno-CEO noch eine interessante Ankündigung im  Köcher: „In den kommenden Monaten werden wir damit beginnen, unser erstes Musikmodell einzuführen, das wir in Partnerschaft mit der Musikindustrie entwickelt haben“, schreibt Shulman. „Wir sind davon überzeugt, dass hier eine enorme Chance liegt: Wir können Fans völlig neue Erlebnisse bieten und zugleich Artists dabei helfen, ihr Publikum zu erreichen, eine Community aufzubauen sowie neue kreative und wirtschaftliche Möglichkeiten zu erschließen.“ 

Offen ließ er indes, welchen Umfang die Zusammenarbeit mit der Musikwirtschaft haben könnte. Öffentlich bestätigt ist bislang bloß der Abschluss eines Lizenzpakts mit der Warner Music Group, der Ende November 2025 zugleich den Rechtsstreit der beiden Parteien beendete.

Dass 400 Millionen Dollar im KI-Geschäft noch längst nicht das Maß aller Dinge sind, zeigt derweil das Beispiel von Anthropic: der unter anderem für sein Claude-Modell bekannte Konzern gab Ende Mai den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar bekannt – sammelte also auf einen Schlag eine Summe ein, die beinahe genau dem entspricht, was anderswo Bill Ackman mit seiner Beteiligungsgesellschaft Pershing Square als Bewertungsgrundlage für die Übernahme der Universal Music Group aufrufen wollte.