“Auch dieses Jahr versammelt die bunte Shortlist der 14. VUT Indie Awards Künstler*innen, Projekte und Unternehmungen, die den Nominierten vorheriger Jahre in puncto Vielfalt, kreativer Offenheit und musikalischem Können in nichts nachstehen“, sagte Birte Wiemann bei der Präsentation der VIA-Nominees. Zudem nutzt die Vorstandsvorsitzende des VUT die Gelegenheit für einen kulturpolitischen Seitenhieb, denn: „Während der derzeitige kulturpolitische Kurs die Vermutung nahelegt, dass (pop-)kulturelle Vielfalt nicht gerade hohe Priorität genießt, ist die VIA-Shortlist Ausdruck der facettenreichen und innovativen unabhängigen Musikwirtschaft, die wir so von der ersten Ausgabe der VIAs an feiern und die dieser Tage kaum deutlich genug ins Rampenlicht gestellt werden kann“, formulierte Wiemann. Sie freue sich schon jetzt „auf würdige VIA-Preisträger*innen“.
Auf der nun rund fünf Wochen vor der Verleihung präsentierten Liste finden sich auf sechs Kategorien verteilt 18 Künstler:innen, Musikunternehmer:innen und Projekte. Die Auszeichnungen soll auch in diesem Jahr wieder Originalität und Qualität würdigen, unabhängig von kommerziellen Erfolgen. Die VIAs sind mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Gewinner:innen werden im Rahmen einer Preisgala im Hamburger Schmidts Tivoli verkündet.

Die Nominees für den VIA 2026 :
Beste*r Newcomer*in
- Charlotte Colace
- Die Anstalt
- Josi
Bester Act
- Enji
- Lambrini Girls
- Mariybu
Bestes Album
- Ozan Ata Canani – „Die Demokratie“
- Sophia Kennedy – „Squeeze Me“
- Stefanie Schrank – „Forma“
Bestes Label
- Bretford Records
- Clouds Hill
- Misitunes
Bestes Experiment
- Disturbed Ground
- Interspecifics
- Viola Yip – „Liminal Lines“
Best New Music Business
- Open Ground
- ROKK
- Vinyl Manufaktur
Die Shortlist entstehe in einem mehrstufigen Juryverfahren, erläutert der Indie-Verband: „Zunächst bringt die Gesamtjury – bestehend aus den Mitgliedern des VUT sowie rund 250 weiteren Expert*innen aus allen Bereichen der Musikbranche – ihre Vorschläge ein. Aus den zahlreichen Einreichungen treffen anschließend unabhängige Fachjurys die Auswahl der Shortlists und bestimmen die Preisträger*innen der einzelnen Kategorien.“ Die Jurys seien „bewusst vielfältig besetzt“ und sollen „ein breites Spektrum an Genres, Hintergründen, Berufserfahrungen und Tätigkeitsfeldern innerhalb der unabhängigen Musikbranche“ abbilden.
Im vergangenen Jahr setzten sich unter anderem Grand Hotel van Cleef in der Label-Kategorie oder das Unternehmen Aurismatic mit seiner KI-basierte Monitoring-Lösung im Bereich „Best New Music Business“ bei den VIAs durch. Im Rahmen einer rekordverdächtig langen VIA-Gala hatte der VUT zudem einen Sonderpreis für besondere Verdienste um die unabhängige Musikbranche ausgelobt, den der Vinyl-On-Demand-Gründer Frank Bull erhielt, und nach einer längeren Pause auch die Indie-Axt ausgegraben, die an die Impala-Vorsitzende Helen Smith ging.
Als Hauptförderer stehen die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, Merlin und die GVL hinter den VIAs, Unterstützung kommt zudem vom Reeperbahn Festival, der GEMA, Phononet und den VUT-Freund*innen. Als Medienpartner ist unter anderem auch MusikWoche mit an Bord.






