Zeitweise soll die Warteschlange zur Veranstaltung am 16. September 2026 bis um die Ecke gereicht haben, heißt es vom Berliner Vertrieb recordJet. Mit einer vorangegangenen Reception und einem anschließenden Showcase mit Mine, Charlotte Colace, Lùisa und Wildcard-Gewinnerin Miss Marla verband der Abend Vernetzung, Diskurs und Live-Musik.
Um 20 Uhr startete die FLINTA* & Friends Reception, ausgerichtet gemeinsam mit recordJet, Keychange, MEWEM, der Bundesstiftung LiveKultur, Fæmm, Music Change Germany und Music Is Her Passion, einem Berliner Verein für mehr Gleichberechtigung in der Musikbranche. Eine Stunde lang stand der Austausch zwischen Artists, Musikbranche, Initiativen und Verbündeten im Mittelpunkt, während sich der Club bereits zu diesem Zeitpunkt füllte.
Einen inhaltlichen Impuls setzte Nebou mit einem Talk über den Begriff FLINTA* und die Frage, wer damit in der Musikbranche tatsächlich gemeint und sichtbar gemacht wird. Der Begriff werde noch immer häufig vor allem mit „Female Artists“ gleichgesetzt, obwohl er ausdrücklich deutlich mehr Identitäten einschließe, so Nebou. Der Talk lieferte damit einen Denkanstoß für einen Abend, an dem es nicht nur um Sichtbarkeit, sondern auch darum ging, wen die Branche sichtbar macht.
Ab 21 Uhr übernahm die Musik das Schmidtchen, der Einlassstopp blieb über weite Teile des Abends bestehen. Charlotte Colace eröffnete das Showcase; es folgte ein Auftritt von Mine vor vollem Publikum. Neben alten und neuen Songs brachte die Künstlerin auch ihre Instagram-Reihe rund um „sweete Instrumente“ auf die Bühne, erzählte deren Geschichten und spielte sie im Anschluss.
Den Abschluss machten die Popmusikerin Lùisa sowie Miss Marla. Letztere hatte sich zuvor unter 244 Bewerbungen die gemeinsame Wildcard gesichert und stellte mit dem finalen Slot des Abends ihren Trap-Sound vor.
„Vier Artists, die musikalisch kaum unterschiedlicher sein könnten, eine volle Reception, eine begeisterte Menge und über Stunden Einlassstopp“ hätten den Abend für recordJet zum Erfolg gemacht. „Und vielleicht zeigte ausgerechnet die lange Schlange vor dem Schmidtchen am deutlichsten, wie groß der Bedarf nach solchen Räumen ist“, heißt es abschließend.






