Universal Music habe 500 Millionen für eigene Aktien ausgegeben, meldete „Music Business Worldwide“ erstmals bereits vor Wochenfrist. Allerdings bauten die Branchenbeobachter dort ihre Schlagzeile auf einen kleinen Bilanztrick: Denn tatsächlich meldete der Musikkonzern am 20. Juli, bis dahin knapp 487,7 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien gesteckt zu haben. Um daraus die 500 Millionen zu machen, rechnete „MBW“ die Euro-Summe kurzerhand in Dollar um, ergänzte aber im weiteren Verlauf seiner Meldung, dass das Programm bis dato zu rund 97,5 Prozent vollendet sei.
Inzwischen aber sind die 500 Millionen tatsächlich auch in Euro investiert worden: Das Unternehmen habe das Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, meldete die Universal Music Group (UMG) am 27. Juli 2026 folglich zu Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam.
Am 30. März 2026 hatte die UMG ihre Pläne für ein millionenschweres Aktienrückkaufprogramm verkündet, am 1. April folgte der Startschuss, Anfang Juni hatte der Konzern bereits mehr als zehn Millionen Anteilsscheine im Wert von rund 200 Millionen Euro erworben. Zwischenzeitlich teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Bilanz fürs erste Geschäftsjahresquartal zudem mit, das zunächst angekündigte Volumen mit einem weiteren Programm auf bis zu eine Milliarde Euro verdoppeln zu wollen.
Zwischenzeitlich steckte die UMG zudem rund 250 Millionen Euro in den Rückkauf des Aktienpakets, das bei Bill Ackman und der Investmentgesellschaft Pershing Square lag. Allerdings strich der Major dabei heraus, dass die Zahlungen nicht aus diesem 500 Millionen Euro schweren Topf heraus erfolgten, sondern vielmehr aus den bereits bewilligten Geldern für ein zweites Aktienrückkaufprogramm in Höhe von noch einmal 500 Millionen Euro stammten. Als Großaktionär der UMG hatte Bill Ackman den Musikkonzern ganz schlucken wollen, kassierte aber einen Korb. Anfang Juni entschied sich Ackman dann für einen Exit anstelle einer Übernahme.






