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Universal Music verdoppelt Einsatz für Aktienrückkauf und versilbert Spotify-Anteile

Am 29. April legte die Universal Music Group ihre Bilanz fürs erste Quartal 2026 vor. Abseits der Zahlen zu Umsätzen und Erträgen, die von der Downtown-Übernahme und Wechselkursschwankungen beeinflusst wurden, sorgten Chairman & CEO Sir Lucian Grainge und CFO Matt Ellis mit Plänen für ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm und den Verkauf von Spotify-Anteilen für Aufsehen.

„Wir haben in unserem Kerngeschäft ein solides Quartalswachstum erzielt, ergänzt durch unsere strategische Entwicklung und Investitionen in schnell wachsende Bereiche der Branche“, fasste Sir Lucian Grainge als Chairman & CEO der Universal Music Group (UMG) zusammen, als er zu Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam die jüngste Zwischenbilanz des Musikkonzerns präsentierte. Man baue weiterhin am „erfolgreichsten Musikunternehmen der Geschichte“, indem man „die besten Talente der Welt“ gewinne, Fans weltweit begeistere und zugleich „langfristige Werte für unsere Stakeholder“ schaffe.

Dann überließ er es CFO Matt Ellis, auf „wichtige Schritte“ zu verweisen, die den Shareholder Value steigern und zugleich die Flexibilität des Unternehmens erhalten sollen. Dafür strebt die UMG nun laut Ellis eine „Erhöhung unseres Aktienrückkaufprogramms“ und die „Monetarisierung eines Teils unserer Beteiligung an Spotify“ an.

Erst Ende März hatte die UMG Pläne zum Rückkauf eigener Aktien im Gesamtwert von 500 Millionen Euro verkündet. Nun, so teilt das Unternehmen mit, wolle man das damals angekündigte Volumen mit einem weiteren Programm auf bis zu eine Milliarde Euro verdoppeln, und die Genehmigung dafür bei der nächsten Jahreshauptversammlung einholen.

Um zugleich aber eine gewisse finanzielle Disziplin zu wahren, so ergänzte das UMG-Team, habe der Vorstand im März entschieden, die Hälfte der bislang an Spotify gehaltenen Anteile zu „monetarisieren“. An den Erlösen, so schiebt die UMG nach, wolle man – „im Einklang mit der Vorgehensweise des Unternehmens“ in Hinblick auf eine Vergütung der Kreativschaffenden – auch die Künstler:innen beteiligen: Der Anteil der UMG soll derweil in das Rückkaufprogramm fließen.

Der jüngst vorgelegte Geschäftsjahresbericht der UMG weist für den Musikkonzern noch ein Paket von rund 6,487 Millionen Spotify-Aktien aus, das man bei einem Aktienkurs von damals rund 495 Euro auf gut 3,2 Milliarden Euro taxiert. Auch an Tencent Music Entertainment ist die UMG noch beteiligt.

Zurück zu den Zahlen meldet die UMG für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2026 Umsätze in Höhe von 2,9 Milliarden Euro, womit man ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres liege, bereinigt um Wechselkursschwankungen indes meldet der Musikkonzern ein Umsatzplus um 8,1 Prozent. Rechnet man den Effekt der am 20. Februar abgeschlossenen Downtown-Übernahme heraus, habe das bereinigte Umsatzplus bei 4,9 Prozent gelegen.

Beim bereinigten EBITDA-Vorsteuergewinn in Höhe von 636 Millionen Euro lag die UMG um 3,8 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wechselkursschwankungen herausgerechnet verweist der Konzern indes auf ein Plus von 3,9 Prozent.