“Dank unserer einzigartigen Kombination aus globaler Reichweite, lokaler Expertise, der Entwicklung von Künstler:innen, einem umfangreichen Portfolio an geistigem Eigentum in Audio und Video sowie einer unternehmerischen Kultur“ sei die Universal Music Group (UMG) „bestens aufgestellt, um langfristiges Wachstum, nachhaltige Wertschöpfung sowie kreativen und kommerziellen Erfolg für unsere Künstler und Songwriter zu erzielen“, bilanzierte Sir Lucian Grainge als Chairman und CEO des Musikkonzerns, als er zu Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam die aktuellen Zahlen vorstellte.
Allein im zweiten Geschäftsjahresquartal erzielte die UMG bei Einnahmen in Höhe von 3,294 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 10,5 Prozent, womit es dynamischer bergauf ging als in den ersten drei Monaten 2026. Bereinigt um Wechselkursschwankungen lag das Plus laut Konzernangaben sogar bei 13,3 Prozent, wofür man unter anderem auf positive Effekte durch die Downtown-Übernahme, aktualisierte Streaming-Deals oder auch ein starkes physisches Geschäft verweist. Vor allem im Recorded-Abogeschäft ging es dabei dynamisch bergauf: Hier weist die UMG fürs zweite Quartal ein Umsatzplus in Höhe von 14,3 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt von 16,6 Prozent aus.
Für das erste Halbjahr gibt die UMG derweil bei konzernweiten Einnahmen in Höhe von 6,194 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 5,3 Prozent aus, beziehungsweise währungsbereinigt von 10,8 Prozent.
Beim Adjusted EBITDA bleibt die UMG derweil für die ersten sechs Monate bei einem Vorsteuerergebnis von 1,310 Milliarden Euro um rund 1,9 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, währungsbereinigt weist der Konzern indes ein Plus von 2,7 Prozent aus.
Die operativen Erträge kamen derweil für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni bei 901 Millionen Euro nicht ganz an die im Jahr zuvor erzielten 947 Millionen Euro heran, hier fiel ein Minus von knapp fünf Prozent an.
Unterm Strich meldet der weltweite Marktführer im Musikgeschäft ein den Anteilseignern zuzurechnendes Nettoergebnis in Höhe von 222 Millionen Euro, was einen deutlichen Abschlag von gut 84 Prozent im Vergleich zu den im Vorjahreszeitraum erzielten 1,432 Milliarden Euro bedeutet.
Allerdings, so heißt es in der Bilanz, sei dieser Abschlag vor allem auf eine Neubewertung von Beteiligungen des Konzerns zurückzuführen. Der um unter anderem diesen Effekt bereinigte Nettogewinn wuchs im ersten Halbjahr 2026 hingegen währungsbereinigt um 3,9 Prozent auf 863 Millionen Euro.
„Unser Fokus liegt darauf, unsere Marktführerschaft auszubauen und zugleich das Wachstum bei Umsatz und Ergebnis zu steigern, die Effizienz zu verbessern sowie gezielt dort zu investieren, wo wir die höchsten Renditen erwarten“, fasste Matt Ellis zusammen, der CFO der UMG.
Im Anschluss an die am 20. Februar abgeschlossene Übernahme der Downtown-Firmenfamilie weist die UMG-Bilanz für die ersten sechs Monate Umsätze von 288 Millionen Euro aus, von denen 234 Millionen Euro auf die Recorded-Sparte und 54 Millionen Euro aufs Verlagsgeschäft entfielen, sowie ein EBITDA-Vosteuerergebnis in Höhe von 13 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr 2025 erzielte die UMG ein konzernweites Umsatzplus von 5,7 Prozent zum Vorjahr, bereinigt um Wechselkursschwankungen lagen die Zuwächse bei 8,7 Prozent.






