Am 9. September 2026 veröffentlichte Suno sein neues Modell „v6“, das nach eigenen Angaben „in Partnerschaft mit der Musikbranche“ entwickelt wurde. Zuvor schloss das KI-Unternehmen Deals mit Warner Music, BMG und Believe. Universal Music und Sony Music waren sich schnell sicher, dass auch „v6“ gegen das in den USA gültige Urheberrecht verstößt.
Am 18. September legten die Majors dann eine Klage vor. Obwohl „v6“ nur mit „Partner Data“ trainiert worden sein soll, basiere es laut Klage per „Knowledge Distillation“ auf den rechtsverletzenden Vorgängermodellen – „the fruit of the same poisoned tree“. Betroffen seien über 60.000 Titel, der Schadenersatz beläuft sich nach US-Recht auf bis zu 150.000 Dollar pro Song. Daher forderten die Majors einen sofortigen Nutzungsstopp und ein Jury-Verfahren.
Suno sieht die ganze Angelegenheit in einem Statement, das sie an verschiedene Medien sendeten, erwartungsgemäß ganz anders: Abgesehen von den Lobeshymnen auf das eigene Modell bezeichnet das Unternehmen die Vorwürfe von Universal und Sony Music als „sachlich und rechtlich grundlegend fehlerhaft“.
„v6 wurde anhand von Inhalten trainiert, für die wir Lizenzen von unseren Partnern erhalten haben, sowie anhand von Interaktionen – darunter Beiträge und Präferenzsignale unserer Community – und den gesammelten Erkenntnissen unseres Teams“, so Suno in seinem Statement weiter. Damit ist die Sachlage prinzipiell genauso wie bei Verfahren Nummer eins: Suno bestreitet nicht, das getan zu haben, was ihnen vorgeworfen wird – sie finden nur nicht, dass es illegal ist.






