Die Berliner Plattform für Livestreams elektronischer Musik hat die Gründung der Hörcore Musikgruppe bekanntgegeben. Wie es in einer Mitteilung heißt, soll die neue Einheit die Kuration, die Hör seit Jahren an seiner Booth betreibt, dauerhaft in Label- und Agenturstrukturen überführen.
Hörcore tritt als einheitliche Marke auf, funktioniert intern jedoch als zwei miteinander verbundene Bereiche. Als Label will das Unternehmen Tracks aus dem gesamten Spektrum des Hör-Sounds signen und veröffentlichen: von Techno und House über Trance und Hard Dance bis zu Drum & Bass und Latincore.
Die Releases werden sowohl über die eigenen Kanäle von Hör als auch über alle großen Streamingdienste vertrieben. Ausgewählte Veröffentlichungen sollen zusätzlich auf Vinyl sowie als Merchandise erscheinen. Als Agentur will Hörcore Künstler:innen im Rahmen von „Hör On Tour“ sowie darüber hinaus vertreten. Erste Agentursignings hat das Unternehmen bereits angekündigt, einen Zeitpunkt dafür aber noch nicht genannt.
„Wir freuen uns, ein neues Kapitel für die Marke aufzuschlagen: Hörcore öffnet nun seine Türen und schafft eine neue Plattform, auf der Produzent:innen glänzen können“, erklärte Nico Meckelnburg, CEO und Gründungspartner von 99Solutions.
Die erste Label-Veröffentlichung von Hörcore ist die am 16. Oktober erscheinende Compilation „The Sound Of Hör“. Sie versammelt exklusive Tracks von DJ Godfather, Nikolina, Sarah Sommers, Drunken Master x Ikkimel x Da Hool, Bixbita und Promis3. Bereits an diesem Freitag erscheinen die ersten drei Singles von AK Sports, DJ Godfather und Watto & Luke Hovey. In den folgenden Wochen sollen im Wochentakt weitere Singles folgen, bevor die vollständige Compilation veröffentlicht wird.
Die Gründung von Hörcore folgt auf die im Frühsommer bekannt gewordene Komplettübernahme der HÖR Dot Live GmbH durch die Berliner Holding 99Solutions. Zu deren Portfolio zählen unter anderem We Publish Music, Crash Your Sound, Wird Wild und die Monster Artists Management Group. Das Führungsduo von 99Solutions, Nico Meckelnburg und Stefanie Rohn, verband die Übernahme seinerzeit mit dem Anspruch, das zu schützen, was Hör relevant gemacht hat, und zugleich langfristige Strukturen für das nächste Kapitel der Marke zu schaffen.
Hör selbst ging 2019 an den Start und hat sich seither aus einem intimen Berliner Studio heraus als feste Anlaufstelle für die Techno-, House- und Electro-Community etabliert. Nach eigenen Angaben verbindet die Plattform jährlich mehr als 1500 Künstler:innen mit ihrem Publikum und gilt als eine der einflussreichsten Streaming-Adressen der globalen Electronic-Music-Szene.






