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Spotify sieht sich in starker KI-Position

Im Zuge der jüngsten Quartalsbilanz hielt Spotify den obligatorischen Earnings Call ab. Die beiden Co-CEOs Alex Norström und Gustav Söderström zeigten sich dort besonders freudig über die Investitionen in unternehmensinterne KI-Lösungen sowie die KI-Tools für Nutzer:innen des Streamingdienstes.

Co-CEO Gustav Söderström attestiert dem viel diskutierten KI-Remix-Tool von Spotify „sehr starkes Momentum“. Damit bezieht sich der Schwede höchstwahrscheinlich darauf, dass neben der Universal Music Group mittlerweile auch das Indie-Netzwerk Merlin mit an Bord ist. Allerdings betonen die Verantwortlichen des Streamingdienstes mehrfach, dass es sich bei dem künftig verfügbaren Tool um einen Opt-in-Deal für Künstler:innen handele.

Eine Lizenzvereinbarung mit den zwei weiteren Majors Sony Music und Warner Music halten die Schweden für nicht zwingend nötig: „Natürlich möchten wir so viele Künstler wie möglich unter Vertrag nehmen, aber wir rechnen nicht damit, alle Künstler zu bekommen“, so Söderström.

Zwar stehe ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung des Tools, das als kostenpflichtiges Add-on geplant ist, noch nicht fest. Man rechne jedoch damit, die Remixe bald für ein paar Fans von Künstler:innen, die ihre Einwilligung gegeben haben, eine Beta testen zu lassen.

„Insgesamt gesehen gibt es vor dem Start noch einiges zu tun, und es wird einige Zeit dauern, bis sich das Projekt zu einem wesentlichen Umsatztreiber entwickelt“, ergänzte Söderström im Earnings Call noch. „Wir sind sehr gespannt auf das Potenzial, das Spotify und den Künstler:innen bietet.“

Aber nicht nur in KI-Tools wie besagte KI-Remixe, der KI-DJ oder Prompted Playlists stehen schon seit einiger Zeit auf der KI-Agenda von Spotify. „Tatsächlich investieren wir bereits seit mehr als sieben Jahren in KI-gestützte Personalisierung“, erklärt Alex Norström. Der jüngste Aufschlag solch interner Prozesse war das Large-Taste-Modell, das die Verantwortlichen beim Investor Day im Mai 2026.

In den ersten zwei Monaten seit der Einführung des darauf basierenden unseres neuen Autoplay-Empfehlungssystems sei die Nutzung dessen deutlich angestiegen. Sowohl die Autoplay-Minuten als auch die Anzahl der gespeicherten Titel seien gewachsen, während die Anzahl der vorzeitigen Abschaltungen bei Autoplay zurückgegangen sei.

Abseits vom Themenblock KI verkündete Co-CEO Gustav Söderström noch, mittlerweile sei die im Juni 2026 neu eingeführte „Reserved„-Initiative mit Live Nation für mehr als 100.000 Tickets genutzt worden.

Zudem gab Norström noch einen etwas gedämpften Ausblick auf die Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen im dritten Quartal, da man in Schwellenländern wie Indien die Schranken für Free-Nutzer:innen hochfahre, um die Conversion-Rate zu Premium-User:innen zu erhöhen.