Damit dürfte nun der Großteil der Fragen im Zusammenhang mit der Übernahme von Downtown und Universal Music geklärt sein: Nachdem die EU im Februar 2026 ihre Zustimmung zur Übernahme unter Auflagen gegeben hatte und die beiden Firmen etwa eine Woche später den Vollzug meldeten, wurden Anfang Juli die Personalien beim zusammengeschlossenen Unternehmen bekannt gegeben. Kurz zuvor hatte Universal Music bereits seine wichtigste Auflage erfüllt und dem Verkauf des Downtown-Dienstes Curve Royalty Systems an Merlin und Jamen Capital zugestimmt.
Etwas mehr als zwei Monate nach der Bekanntmachung melden das Indie-Netzwerk und die Kapitalgesellschaft nun den Vollzug der Übernahme. Über den Kaufpreis machten keine der Parteien Angaben.
Wie die neuen Besitzer von Curve bereits im Juni 2026 mitteilten, wird Curve weiter als unabhängiger Player agieren und mit unverändertem Personal arbeiten. CEO Richard Leach bleibt an Bord, zudem werden den Kund:innen dieselben Ansprechpartner wie zuvor versprochen und auch der Service soll derselbe bleiben.
Darüber hinaus wolle man gemeinsam „Innovationen vorantreiben, bestehende Dienstleistungen ausbauen und neue Produkte für die Labels, Verlage, Vertriebe und andere Musikunternehmen entwickeln“.
Dieser Abschluss verschaffe Curve nun „die Unabhängigkeit, Stabilität und Rückendeckung, die wir für die nächste Phase unserer Entwicklung benötigen“, erklärt CEO Richard Leach in einer Mitteilung. Während man auf Kontinuität setzt betont der Chef dennoch: „Was sich ändert, ist unsere Fähigkeit, noch ehrgeiziger in die Zukunft zu investieren. Mit der Unterstützung von Jamen und Merlin können wir Innovationen vorantreiben, neue Produkte entwickeln und weiterhin die erstklassige Infrastruktur aufbauen, die Musikunternehmen benötigen, um die immer komplexer werdenden Tantiemenflüsse zu verwalten.“
Downtown Music habe „an Curve geglaubt, in unser Team investiert und unser Wachstum von dem Moment an unterstützt, als das Unternehmen 2022 übernommen wurde“, so Leach weiter. „Auch wenn sich unsere Eigentumsverhältnisse ändern, bleiben die Freundschaft und der gegenseitige Respekt zwischen unseren Teams weiterhin stark“, so der CEO abschließend.
Charlie Lexton, CEO von Merlin, ergänzt: „Curve ist eine unverzichtbare Infrastruktur für unabhängige Musikunternehmen auf der ganzen Welt. Der Abschluss dieser Übernahme sichert die Unabhängigkeit des Unternehmens und gewährleistet, dass es neutral und vertrauenswürdig bleibt und eng mit der Community verbunden ist, der es dient. Wir sind stolz darauf, das Team dabei zu unterstützen, die Plattform auszubauen und die nächste Generation von Produkten und Dienstleistungen für die Branche zu entwickeln.“
Und schließlich meint Matt Speltzer, Founding Partner bei Jamen Capital, noch: „Curve hat sich das Vertrauen der Musikbranche durch die Kombination aus hochentwickelter Technologie, fundierter Branchenexpertise und hervorragendem Service erarbeitet. Unsere Priorität ist es, all das zu bewahren, was den Erfolg des Unternehmens ausmacht, und gleichzeitig Richard und seinem Team die Ressourcen an die Hand zu geben, um schneller voranzukommen, innovativ zu sein und noch mehr Mehrwert für die Kund:innen zu schaffen.“





