Recorded & Publishing

unreleased startet Anti-KI-Kampagne

Unter dem Titel „Support Real Artists“ startet das Team von unreleased mit der Unterstützung von mehr als 100 Musiker:innen eine Kampagne gegen den Vormarsch KI-generierter Musik.

In puncto KI-Musik teilt sich die Musikbranche immer mehr in unterschiedliche Lager auf. Während große Unternehmen wie Warner Music und BMG Lizenzdeals mit KI-Plattformen wie Suno oder Udio abschließen, wehrt sich die unabhängige Szene zunehmend gegen diese Entwicklung.

Nun startet das Eventformat unreleased gemeinsam mit 100 Künstler:innen, von denen einige bei den genannten Unternehmen unter Vertrag stehen, eine Kampagne gegen KI-Musik. „Support Real Artists“ legt zur Unterstützung einige Zahlen vor.

Dafür hat unreleased einige Schlagzeilen und Zahlen aus den vergangenen Monaten und Jahren zusammengetragen. Unter anderem bezieht sich das Team auf eine Studie von Ipsos im Auftrag von Deezer aus dem Jahr 2025. In dieser Studie konnten 97 Prozent der Befragten den Unterschied zwischen „realer“ und KI-Musik nicht erkennen. Zudem wird ein zweites Mal auf den französischen Streamingdienst Bezug genommen, denn Deezer hat jüngst kommuniziert, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Uploads auf der Plattform KI-generiert sind – täglich werden über 90.000 solcher Titel gezählt.

Im Instagram-Post zur Kampagne wird zudem auf eine Studie der GEMA und Goldmedia verwiesen. Laut dieser könnten durch den Vormarsch von KI-Musik bis 2028 rund 27 Prozent der Einnahmen von Musiker:innen wegfallen. Dieselbe Erhebung stellte zudem fest, dass 71 Prozent der Musiker:innen ihre Einnahmen durch KI-Musik gefährdet sehen.

Zu den 100 Künstler:innen, die unreleased für seine Kampagne gewinnen konnte, zählen bekannte Namen wie T-Low, Badmomzjay, Disarstar, Apsilon, Zartmann, Souly, Vicky, Jonny Mahoro, Verifiziert, Esther Graf, Paula Engels und viele mehr.