Neben den 1000 Anmeldungen für Listen To Berlin: Youth konnte die Berlin Music Commission (BMC) zudem 60 Teilnehmende beim Fachtag Popkultur sowie 150 Gäste beim Opening Breakfast BMC Frühschoppen zählen.
Das Nachwuchsformat Listen To Berlin: Youth, das im Rahmen der diesjährigen Ausgabe von Most Wanted: Music in Berlin stattfand, ging wie die große Schwester im nhow Hotel Berlin über die Bühne. Das Showcase am Abend stieg im House of Music auf dem RAW-Gelände.
In 26 Sessions erhielten junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren Einblicke in A&R, Artist Management, Booking, Musikjournalismus, Musikrechte, Sound Design und Game Audio.
Beteiligt waren unter anderem Universal Music, das Sony-Music-Label Epic Records, die Anschutz Entertainment Group, Budde Music und rbb Fritz. Henrietta Bauer vom Label Bretford sprach in der Session „Build Your Own Career“ über DIY-Karrieren. Bretford war erst beim Reeperbahn Festival im September 2026 mit einem VIA in der Kategorie „Bestes Label“ ausgezeichnet.
Als besonderer Gast stand Thorsten Quaeschning von Tangerine Dream auf dem Programm, dessen Band am Vorabend bei den Listen To Berlin: Awards den Ehrenpreis der BMC erhalten hatte. Neu war die Networking Gallery mit Partnern wie etwa Music Pool Berlin oder dem Synthesizer Museum.
Beim Youth Showcase traten 13 Acts auf zwei Bühnen auf, stilistisch zwischen Indie, Punk, Rock, Hip-Hop, Soul, Pop und elektronischer Musik. Dabei waren die drei Youth-Artists der Listen To Berlin Compilation 2026/27: Greif, Lina Marie und Youth-Award-Gewinnerin Paoline Magnus.
Weitere Acts waren die DeadHeadz, Egon Werler, Pinkpool, Noy, Oktobernatt und Wildflowers. Das Showcase war Teil des MW:M Club Festivals von Most Wanted: Music, Youth-Gäste unter 25 Jahren hatten mit ihrem Ticket auch dort Zutritt.
Für Projektleiterin und Kuratorin Nadine Müller habe die dritte Ausgabe des Jugendformats gezeigt, „wie wichtig der direkte Austausch zwischen jungen Talenten und der etablierten Musikbranche ist“. Sie fügt an: „Besonders gefreut hat mich die breite Beteiligung der zahlreichen Aussteller:innen, Unternehmen und Professionals. Sie haben unser Programm nicht nur mit ihrer Expertise bereichert, sondern auch eine große Offenheit für persönliche Gespräche und neue Perspektiven gezeigt.“ Künftig wolle man das im Jahr 2024 erstmals umgesetzte Festival weiter ausbauen.
BMC-Geschäftsführer Olaf „Gemse“ Kretschmar sieht in der Rekordbeteiligung ein Zeichen für das Interesse junger Menschen. Er findet: „Die Musikbranche muss Wissen teilen, Netzwerke öffnen und jungen Menschen echte Chancen bieten. Gleichzeitig brauchen wir ihre Ideen, ihre Perspektiven und ihren Mut, neue Wege zu gehen.“






