Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) verlieh den VIA im Schmidts Tivoli in Hamburg an folgende Sieger:innen:
- Beste*r Newcomer*in: Charlotte Colace
- Bester Act: Enji
- Bestes Album: Ozan Ata Canani – „Die Demokratie“
- Bestes Label: Bretford Records
- Bestes Experiment: Disturbed Ground
- Best New Music Business: Open Ground
- Sonderpreis: Bis Aufs Messer Records
Mit den Trophäen würdigt der VUT Künstler:innen, Projekte und Unternehmen für ihre Qualität, Originalität und Innovationskraft. Entscheidend sei dabei nicht der kommerzielle Erfolg, sondern die Bedeutung der ausgezeichneten Arbeiten für die unabhängige Musikbranche und ihre kulturelle Vielfalt, so der Verband.
Die Preisträger:innen wurden von unabhängigen Fachjurys mit Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen der Musikwirtschaft ausgewählt. Vorausgegangen war ein mehrstufiges Verfahren, in dem eine Gesamtjury aus VUT-Mitgliedern und weiteren Branchenprofis Vorschläge für die Shortlist einreichte. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Laudator:innen aus verschiedenen Bereichen der Branche, darunter Mitglieder der VIA-Fachjurys sowie Wegbegleiter:innen und langjährige berufliche Partner:innen der Prämierten.
Durch den Abend führte Nina „Fiva“ Sonnenberg, begleitet von Porträtfilmen der Nominierten. Zusätzliche Impulse setzten Redebeiträge von Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda und der VUT-Vorstandsvorsitzenden Birte Wiemann.
In ihrer Rede verwies Wiemann auf die komplexen Verflechtungen im Ökosystem der Musikwirtschaft und bezeichnete den Abend als Gelegenheit, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen: „richtig vielfältige Musik, richtig kreative Künstler:innen, richtig eindrückliche Experimente und richtig smarte Geschäftsideen“. Weiter hieß es: „Zur 14. VIA Ausgabe noch einmal meine herzlichsten Glückwünsche an die verdienten und meinungsstarken Gewinner:innen, von denen wir erfahrungsgemäß in Zukunft noch viel hören werden. Vielfalt, Kreativität, Offenheit und Herzblut sind die Charakteristika, die in Zeiten wie diesen gar nicht hoch genug gehalten werden können.“
Von politischer Seite betonte Brosda, dass es mutige Künstler:innen brauche, „die unbeirrt an die Kraft der Musik glauben, Labels, die Nachwuchskünstler:innen eine Chance geben und Clubs, die ihnen eine Bühne bieten“. All das komme beim Reeperbahn Festival zusammen, wo der VUT mit dem VIA genau jene auszeichne, die für Neues in der Musik sorgten. „Dabei steht der VUT für ein solidarisches Miteinander in der Musik und in der Gesellschaft, das jedem Einzelnen die Freiheit und Unabhängigkeit zur Entfaltung seiner Kreativität ermöglicht“, so der Senator.
Dank eines Hamburger Musikliebhabers ist der VIA mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Der VUT dankte insbesondere der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, Merlin und der GVL als Hauptförderer, dem Reeperbahn Festival, der GEMA, Phononet, allen VUT-Supporters sowie den Medienpartnern, zu denen auch MusikWoche zählt.






