Marius Müller-Westernhagen fürchtet um die Existenz der großen Plattenfirmen. Die Piraterie gefährde die Unternehmen immer stärker, sagte der Musiker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Musikklau im Internet sei als Resultat der technologischen Entwicklung seit Jahren bekannt, nur sei die Branche bis heute nicht in der Lage, diese neue Technologie für sich zu nutzen. „Plattenkonzerne haben eben nur so lange eine Existenzberechtigung, wie sie sich auch finanzieren. Und das ist im Moment eher nicht der Fall.“ Müller-Westernhagen rät der Industrie jedoch davon ab, einzelne Fans, „die sich ab und zu Musik aus dem Internet“ herunterladen, strafrechtlich zu verfolgen. Zudem wirft Müller-Westernhagen der Industrie vor, Künstlern nur noch selten Zeit zur Entwicklung zu geben. Sein erstes Album habe rund 20.000 Einheiten verkauft, die folgenden beiden nur noch 12.000 und 6000. „Aber mein damaliger Plattenboss, Siegfried E. Loch, glaubte an mich, und ich durfte weitermachen.“ In der heutigen Struktur des Marktes sei das nicht mehr möglich, meint der Musiker. „Die Industrie stellt notgedrungen Austauschbarkeit über Authentizität.“ Es habe zwar schon immer „Mist“ auf dem musikalischen Markt gegeben, allerdings wachse der Anteil stark und wecke somit immer mehr den Eindruck, Musik sei ein Wegwerfprodukt.
Westernhagen sieht Gefahren für große Plattenkonzerne
Marius Müller-Westernhagen fürchtet um die Existenz der großen Plattenfirmen. Die Piraterie gefährde die Unternehmen immer stärker, so der deutsche Star. Gleichzeitig wirft er der Branche Untätigkeit vor.





