Die GEMA-Stiftung und Song e.V führten den Lyrikon im Jahr 2020 als Preis für deutsche Textdichter:innen ein. Seitdem wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis alle zwei Jahre vergeben. Nach der Premiere, bei der Edith Jeske ausgezeichnet wurden, erhielten bislang Texter Thomas Woitkewitsch und Lukas Hainer den Lyrikon.
Der vierte Lyrikon ging nun an Ela Steinmetz. In der deutschen Pop-Szene ist Steinmetz eine der etabliertesten Songwriterinnen. So arbeitete sie bereits mit Künstler:innen wie Helene Fischer, Maite Kelly, Adel Tawil, Sarah Engels, Michelle, Thomas Anders oder auch Kool Savas zusammen. Zuletzt feierte sie im Streaming besonders mit der Musikerin Lune Erfolge – „Ein letztes Mal“, „Ich vermisse dich“, „Kinder der Sonne“ und „Du bist der Fehler“ kommen auf jeweils über zehn Millionen Spotify-Streams.
Mit Ela Steinmetz habe man für den vierten Lyrikon die „richtige Wahl getroffen“, ist sich die Jury des Preises sicher. „Sie kennt die Welt der Musikschaffenden aus allen Perspektiven: Tonstudio und internationale Bühne. Indieprojekt und Majorlabel. Deutsch und Englisch Politisch und populär. Schlager, HipHop und Pop. Für sich selbst, für ihre Band und für andere“, zählt das Gremium in einer Mitteilung auf. Kaum eine andere Künstlerin sei „so breit aufgestellt“ und „kaum eine andere sorgt im Songwriting so selbstverständlich für Safer Spaces, Inspiration und Empowerment“, so die Jury weiter.
Die Preisträgerin freute sich: „Der Lyrikon bedeutet mir unglaublich viel. Für mich sind Texte immer ein Weg, Dinge zu verarbeiten und zu verstehen. Dass das gesehen wird, macht mich sehr dankbar.“
„Unsere Preisträgerin 2026 hat diesen Preis wirklich mehr als verdient“, so der Laudator und Baseballs-Sänger Sebastian Rätzel auf der Bühne. „Auch ich persönlich gehöre zu den Glücklichen, die seit über 12 Jahren nicht nur Zeuge dieser einmaligen Karriere sein dürfen, sondern auch immer wieder von ihrem enormen Talent profitieren und gleichzeitig ihre herzliche und warme Art genießen können. So hat sich unsere Preisträgerin für mich und sicher für viele von euch ganz schnell von einer Kollegin zu einer Freundin entwickelt.“
Einer breiteren Masse dürfte Ela Steinmetz im Jahr 2014 bekannt geworden sein, als sie mit ihrem Trio Elaiza für Deutschland beim Eurovision Song Contest antrat. Damals belegte die Formation mit dem Song „Is It Right“ den 18. Platz von 26 am Finale teilnehmenden Ländern.






