“Unsere Ergebnisse fürs zweite Quartal belegen die kraftvolle Kombination aus kreativen und operativen Erfolgen mit finanzieller Disziplin und liefern damit einen klaren Beweis dafür, dass unsere strategische Transformation greift“, sagte Robert Kyncl, als er in seiner Rolle als CEO der Warner Music Group (WMG) diesmal nicht wie zuletzt vor Handelsbeginn, sondern erst zu Handelsschluss an den New Yorker Börsen die jüngsten Zahlen des Musikkonzerns präsentierte. Zuvor hatte er im Frühjahr 2024 und im Sommer 2025 Sparpakete verkündet – mit einem Volumen von rund 300 Millionen Dollar bei Personal- und Verwaltungskosten.
Inzwischen sieht Kyncl, der erst kürzlich ankündigte, mit den Superkräften der Musik weiteres Wachstum schaffen zu wollen, die WMG dank unter anderem steigender Marktanteile sowie Verbesserungen in Sachen Effizienz und Effektivität „bestens aufgestellt, um auch künftig langfristige Mehrwerte für unsere Künstler, Songwriter und Aktionäre zu schaffen“. CFO Armin Zerza verwies darüber hinaus auf „ein striktes Kostenmanagement“ sowie „branchenführenden Initiativen“ an der Schnittstelle zwischen Kreativität und KI, was die WMG unterm Strich „hervorragend“ positioniere, „um für unsere Aktionäre signifikanten und langfristigen Mehrwert zu generieren“.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt für die drei Monate von Anfang Januar bis Ende März, die zugleich das zweite Fiskalquartal im Geschäftsjahreszyklus der WMG bilden, über alle Sparten hinweg Umsätze in Höhe von 1,732 Milliarden Dollar aus. Das entspricht einem Umsatzplus um 16,7 Prozent. Bereinigt um Wechselkursschwankungen lag das Plus laut Konzernberechnungen bei 12,1 Prozent.
Eindrucksvoller fallen die Zuwächse beim Ergebnis aus: So weist die WMG fürs zweite Geschäftsjahresquartal bei einem Operating Income in Höhe von 264 Millionen Dollar ein Plus von 57,1 Prozent aus, das angepasste OIBDA-Vorsteuerergebnis wuchs um rund 31 Prozent 397 Millionen Dollar und das Nettoergebnis sprang von noch 36 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf nunmehr 181 Millionen Dollar.
Nach einem „vielversprechenden Start“ ins neue Jahr weist die Bilanz der WMG für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres bei Umsätzen in Höhe von 3,572 Milliarden Dollar ein Plus von rund 13 Prozent aus. Die operativen Erlöse wuchsen im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 552 Millionen Dollar, das angepasste OIBDA-Vorsteuerergebnis kletterte um rund 29 Prozent auf 860 Millionen Dollar und unter dem Strich stehen schwarze Zahlen in Höhe von 356 Millionen Dollar, laut WMG ein Sprung um 29 Prozent zum ersten Halbjahr des vorherigen Geschäftsjahres.
Auch für die einzelnen Konzernsparten meldet die WMG Zuwächse: So erzielte das Geschäft mit Recorded Music im ersten Fiskalhalbjahr bei Umsätzen von 2,86 Milliarden Dollar ein Plus von rund 13 Prozent, die operativen Erträge lagen bei 749 Millionen Dollar um 40 Prozent über dem Vorjahr, und das angepasste OIBDA bei 749 Millionen Dollar um 26 Prozent. Der Verlagsarm Warner Chappell Music steigerte die Umsätze zum Halbjahr um 13 Prozent auf 715 Millionen Dollar, operativ ging es um 18 Prozent rauf auf 126 Millionen Dollar und vor Steuern lagen der Bereich Publishing mit 199 Millionen Dollar ebenfalls um 18 Prozent über dem Vergleichszeitraum.






