Recorded & Publishing

Cyanite launcht Tagging 2.0 für KI-gestützte Musikworkflows

Der Berliner Musiktech-Anbieter Cyanite hat mit Tagging 2.0 sein bislang umfangreichstes Upgrade seiner KI-gestützten Tagging-Technologie vorgestellt. Damit will die Firma Musikunternehmen Unternehmen eine detailliertere Analyse ihrer Musikkataloge sowie deren Einbindung in KI-Workflows ermöglichen.

Cyanite begründet die nach eigenen Angaben bislang umfassendste Neuerung mit der veränderten Rolle von Musikmetadaten. Kataloge würden zunehmend nicht mehr nur von Menschen, sondern auch von KI-Systemen durchsucht, organisiert und verarbeitet, etwa im Rahmen von Conversational Search, personalisierten Empfehlungen, Katalog-Automatisierung oder intelligenten Assistenten. Metadaten dienten dadurch zunehmend auch als Grundlage dafür, dass KI-Systeme Musik verstehen und einordnen könnten.

Tagging 2.0 wird laut Cyanite bereits unter anderem vom US-amerikanischen Musikmarktplatz BeatStars, dem niederländischen Vertrieb The Source, dem japanischen Label Rambling Records und der US-amerikanischen Sonic-Branding-Agentur Human Worldwide eingesetzt.

Anirudh Mani, Chief Science Officer bei BeatStars, erklärt: „Jeden Monat verarbeiten wir Hunderttausende neue Tracks. Deshalb sind sowohl die Qualität der Metadaten als auch die Zuverlässigkeit der Plattform für uns entscheidend. Cyanite’s Tagging 2.0 liefert uns das Musikverständnis, das wir brauchen, um unseren Creators ein besseres Discovery-Erlebnis zu bieten.“

Das Release führt neue Tagging-Modelle für Textanalyse, Tempo, Vocal Style und Music For/Use Case ein, bestehende Modelle wie BPM und Instruments wurden ebenfalls überarbeitet. Die Granularität des Taggings steige von 15 auf 10 Sekunden, was laut Cyanite bis zu 2500 Datenpunkte pro Minute Musik ermögliche. Eine neue REST API analysiere Musik bis zu doppelt so schnell und erlaube bis zu sechsmal höhere Upload-Volumen, wodurch sich auch Kataloge im Umfang von mehreren Millionen Tracks effizienter verarbeiten lassen sollen, so Cyanite zu den neuen Funktionen.

Cyanite-CEO und Mitgründer Markus Schwarzer meint zu den Neuerungen: „KI eröffnet der Musikindustrie völlig neue Möglichkeiten, mit Musikkatalogen zu arbeiten. Damit diese neuen Workflows wirklich funktionieren, müssen KI-Systeme die Musik verstehen können. Mit Tagging 2.0 schaffen wir dafür eine verlässliche Grundlage, auf der sich neue Anwendungen von intelligentem Katalogmanagement bis hin zu Agentic Workflows entwickeln lassen.“

Zusätzlich verbessere Tagging 2.0 laut Angaben von Cyanite die bestehende Freitextsuche sowie die Ähnlichkeitssuche und liefere zusätzlichen musikalischen Kontext für Suchergebnisse und Empfehlungen.