Recorded & Publishing

Universal Music lud zum dritten Club of Classics

Der von Universal Music ins Leben gerufene Club of Classics tagte kürzlich zum dritten Mal. Auf der Tagesordnung standen ein Marktüberblick, Möglichkeiten des Fachhandels und die Vorstellung der neuen B2B-Website des Universal Vertriebs.

Der Einladung von Christian Kellersmann, Managing Director Universal Classics & Jazz, und Vertriebsmann Markus Petersen kamen kürzlich mehr als 30 der führenden Klassik-Fachhändler zum zweitägigen Meeting des Club of Classics (CoC) am Universal-Firmensitz zusammen. Wie Petersen im Rahmen des Meetings erklärte, gingen die Umsätze mit Klassik-Tonträgern im vergangenen Jahr nach Zahlen der GfK um mehr als 15 Prozent zurück, der Klassik-Anteil am gesamten Tonträgerumsatz schrumpfte von 7,5 auf 7,2 Prozent. Laut Petersen sei diese Entwicklung vor allem auf die Flächenverluste im Bereich Klassik zurückzuführen. Zudem habe sich die Käuferreichweite im Vergleich zum Jahr 1999 fast halbiert, immer weniger Spontankäufer scheinen zur Klassik zu greifen. Gleichzeitig habe aber der Fachhandel sein Stück an dem schrumpfenden Kuchen vergrößern können. In Präsentationen zeigten die Mitglieder des CoC die konsequente Spezialisierung auf Nischenrepertoire, intensive Kundenberatung, punktuelle Marketingaktivitäten oder regionalen Kooperationen als Wege aus der Krise auf: So gelang es zum Beispiel dem Team von Opus 61 in Leipzig, seine Umsätze um rund 20 Prozent zu steigern. Gleiches peilt nach Umzug und Neuausrichtung des Geschäfts auch das Team von Saraphon in Saarbrücken an. Außerdem forderten die Händler erneut eine Harmonisierung bei den Veröffentlichungen, mahnten den gleichen Informationsstand für Fachhandel und Großvertriebsformen an und lobten die Arbeit des Außendiensts als Schnittstelle zwischen Handel und Herstellern. Eine weitere Schnittstelle präsentierte L&P-Chef Albert Wagner, der die neue B2B-Website des Universal-Vertriebs unter www.universal-vertrieb.de/b2b vorstellte und zugleich als „beste B2B-Site der Musikbranche“ lobte. Den ersten Tagungstag schloss ein Abendessen ab, bei dem die Deutsche Grammophon (DG) mit der Sopranistin Anna Netrebko und dem Oboisten Albrecht Meyer zwei neue Exklusivkünstler vorstellte. Den zweiten Tag mit der Präsentation zahlreicher Neuheiten und Aktionen rundete ein Überraschungsbesuch der Violinistin Hilary Hahn als prominentes neues Signing der Klassikdivision ab.