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tonies will Umsatz mehr als verdoppeln

Beim ersten eigens veranstalteten Capital Markets Day kündigt das Family-Entertainment-Unternehmen tonies an, bis zum Jahr 2030 seine Umsätze, die vergangenes Jahr noch bei 630,3 Millionen Euro lagen, mehr als verdoppeln zu wollen. Auch die EBITDA-Marge wollen die Verantwortlichen nach oben treiben.

Da tonies‘ „globales Potenzial“ derzeit noch weitgehend unerschlossen sei, hat sich das Unternehmen für die kommenden vier Jahre ein klares Ziel gesetzt: Der Jahresumsatz von zuletzt noch rund 630 Millionen Euro soll bis 2030 auf über 1,4 Milliarden Euro steigen.

Dafür rechnen die Verantwortlichen vor: zum Beispiel würden in den USA nur zwölf Prozent der potenziellen Kund:innenhaushalte bedient werden. Dagegen weiß man sich in der DACH-Region schon in rund 58 Prozent aller Haushalte innerhalb der Zielgruppe vertreten. Diese definiert das in Luxemburg ansässige Unternehmen übrigens als Familienhaushalte mit mindestens einem Kind im Alter zwischen null und neun Jahren.

Um dieses Wachstum zu bewerkstelligen, will tonies unter anderem seine Präsenz in den USA weiter verstärken, aber auch in neue, bisher nicht erschlossene Märkte eintreten. Man wolle mit seinen Produkten zudem ein Ökosystem aufbauen, „das die Kindheit der Zukunft prägen kann und wiederkehrende Umsätze aus immer neuen Kohorten generiert“.

In Anbetracht dessen, dass sich die Umsätze von tonies durch die Verbreitung der Geräte immer mehr auf die „margenstarken“ Erweiterungen, zum Beispiel die Tonie-Figuren, verlagern, sagen die Vorstände des Unternehmens zudem eine erhebliche Steigerung der EBITDA-Marge vorher. Mittelfristig solle diese auf 16 bis 18 Prozent ansteigen.

CFO Hanjörg Müller betont in einer Rundmail zum Capital Markets Day des Konzerns, der am 18. Juni stattfand: „Was dieses Modell besonders nachhaltig macht, ist seine Widerstandsfähigkeit: Seit unserem Börsengang haben wir unsere Prognose jedes Jahr erfüllt. Wir sind trotz Disruptionen in globalen Lieferketten, geopolitischer Instabilität, Konsumzurückhaltung und eines historisch außergewöhnlichen Zollumfelds stets profitabel gewachsen. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen – und tonies weit über die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro hinaus entwickeln und dabei die Profitabilität in den kommenden Jahren deutlich steigern.“

Trotz des natürlich immer stärker werdenden Online-Marktes setzt tonies auch weiterhin auf den Handel: so habe man seit 2019 die Handelsplätze um 30 Prozent auf 25.000 gesteigert. Mit der Expansion in andere Länder dürfte diese Zahl nochmal deutlich ansteigen. „Jeder Markteintritt stärkt unsere Datenbasis, unser operatives Playbook, unsere Handelspartnerschaften, unsere Lokalisierungskompetenz und unser Content-Ökosystem“, betont Christoph Frehsee, CRO. „So gestalten wir jeden weiteren Markteintritt noch wirkungsvoller als den vorherigen. Unser Wachstumspotenzial ist beträchtlich: Wir bereiten uns darauf vor, 2027 in mindestens zwei neue Märkte einzutreten und tonies bis 2030 in allen wichtigen Weltregionen zu etablieren.“