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tonies meldet Umsatzpuls und Einbußen bei Profitabilität zum Halbjahr 2026

Im ersten Halbjahr 2026 hat die Kinder-Audioplattform tonies den Konzernumsatz um 38 Prozent auf 242,9 Millionen Euro gesteigert. Haupttreiber war erneut der nordamerikanische Markt, während die Profitabilität durch den Produktmix und US-Zölle belastet wurde – unterm Strich blieben dem Unternehmen nämlich nur 1,8 Millionen Euro bereinigtes EBITDA.

tonies hat seine Halbjahreszahlen für 2026 vorgelegt. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent auf 242,9 Millionen Euro. Betrachtet man nur das zweite Quartal, wuchs der Umsatz sogar um 48,9 Prozent auf 117,3 Millionen Euro. Der Anteil der internationalen Märkte, also alles außerhalb der DACH-Region am Gesamtumsatz stieg auf 63 Prozent nach 60 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Größter und zugleich am schnellsten wachsender Markt bleibt Nordamerika: Der Umsatz legte dort um 48 Prozent auf umgerechnet 104,3 Millionen Euro zu. Wie tonies bereits im Mai mit den Zahlen für das erste Quartal 2026 berichtet hatte, war Nordamerika schon zu Jahresbeginn der wichtigste Wachstumstreiber der Gruppe. Dennoch kann man auch im DACH-Raum Steigerungen vorweisen: Der Umsatz wuchs hier um 26 Prozent auf 88,9 Millionen Euro. In den weiteren Märkten von tonies, also Großbritannien, Irland, Frankreich sowie Australien und Neuseeland, wuchs der Umsatz um 41 Prozent auf 49,7 Millionen Euro.

Betrachtet man die einzelnen Produktkategorien, so verzeichnete der Umsatz mit Tonieboxen mit einem Plus von 65 Prozent auf 57,2 Millionen Euro das stärkste Wachstum. Der Umsatz mit Tonies-Figuren, die nach wie vor die größte Kategorie darstellen, stieg um 32 Prozent auf 177,1 Millionen Euro. Dies sei laut den Verantwortlichen auch auf neue Partnerschaften, wie beispielsweise mit Bluey und Pokémon, zurückzuführen, die bereits Ende 2025 begonnen hatten. Der Umsatz mit Accessoires und digitalen Produkten wuchs derweil um 13 Prozent auf 8,6 Millionen Euro.

Das bereinigte EBITDA sank von 3,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,8 Millionen Euro, die bereinigte Marge gab um 1,4 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent nach. Das Unternehmen nennt als Gründe eine zeitliche Verschiebung im Produktmix hin zu margenschwächeren Toniebox-Verkäufen sowie den Einfluss von US-Zöllen.

In der DACH-Region wurde ein EBITDA von 21,7 Millionen Euro erwirtschaftet, die Marge verbesserte sich um 7,9 Prozentpunkte auf 24,4 Prozent. Nordamerika kam auf ein EBITDA von 1,3 Millionen Euro bei einer stabilen Marge von 1,3 Prozent. Der Free Cashflow lag bei minus 64,3 Millionen Euro. Laut tonies sei dies auf den Aufbau saisonaler Lagerbestände, unter anderem für die Toniebox Lite, zurückzuführen, die tonies zunächst in Nordamerika in den Handel gebracht hatte.

CEO Tobias Wann erklärt zur Bilanz: „Das erste Halbjahr 2026 war stark – in jedem Segment, über alle Kategorien hinweg, und mit unterm Strich 41 Prozent Wachstum.“ Der anhaltende Erfolg der Toniebox 2 zeige, dass man zum richtigen Zeitpunkt das richtige Produkt eingeführt habe.

CFO Hansjörg Müller betonte derweil, dass tonies dynamisch und profitabel wachse und dabei Wert auf nachhaltiges Wachstum lege. Nordamerika zeige das größte verbleibende Potenzial: Mit 57 Prozent sei der Markt auch der am schnellsten wachsende, obwohl die Haushaltsdurchdringung weiterhin im niedrigen zweistelligen Bereich liege.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt tonies seine Prognose: Erwartet wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent auf über 760 Millionen Euro, in Nordamerika von über 30 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen neun und elf Prozent liegen.