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Supreme Court soll Urteil über Grokster und Morpheus fällen

Die Verbände der US-Entertainmentbranche wollen ihre letzte juristische Niederlage nicht auf sich beruhen lassen. RIAA, MPAA und NMPA haben deshalb den obersten amerikanischen Gerichtshof angerufen. Der Supreme Court soll über die Rechtmäßigkeit von Grokster und Morpheus entscheiden.

Die Verbände der US-Entertainmentbranche wollen ihre letzte juristische Niederlage nicht auf sich beruhen lassen. Die Recording Industry Association (RIAA), die Motion Picture Association (MPAA) und die National Music Publishers‘ Association (NMPA) haben deshalb am 8. Oktober den obersten amerikanischen Gerichtshof angerufen. Der Supreme Court soll über die Rechtmäßigkeit von Grokster und Morpheus entscheiden. Am 19. August hatte ein Berufungsgericht in San Francisco entschieden, dass die beiden P2P-Netzwerke nicht für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können.

Dieses Urteil wollen die Verbände nun kippen lassen. Die Zukunft der gesamten Branche stehe auf dem Spiel, so die Funktionäre. Die Urheberrechtsverletzungen, die Nutzer von Grokster und Morpheus begehen, fügten der Entertainmentindustrie „katastrophalen“ Schaden in vielfacher Millionenhöhe zu. Noch ist allerdings nicht klar, ob der Supreme Court den Fall überhaupt annehmen wird. Die Verteidiger glauben jedenfalls nicht daran. Der oberste Gerichtshof werde dem Parlament nicht die Arbeit abnehmen, sagte Anwalt Fred von Lohmann. Schließlich sei es Aufgabe der Legislative, eventuelle Änderungen am Urheberrecht vorzunehmen. Eine Entscheidung des Supreme Court wird frühestens für Anfang November erwartet.

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