Der Branchenverband Digital Media Association (DiMA) vertritt Plattformen wie Spotify, Apple Music, YouTube, Amazon, Qobuz, Pandora und Tidal. Nun pochte er in einer Stellungnahme als Reaktion auf die neu vorgeschlagenen KI-Labels insbesondere auf präzisere Metadaten vonseiten der Rechteinhaber:innen.
„DiMA setzt sich seit langem dafür ein, dass Urheber:innen, Rechteinhaber:innen und Vertriebe präzise und zeitnahe Metadaten zu sämtlicher auf Streamingdiensten veröffentlichten Musik liefern“, erklärt DiMA-Präsident und CEO Graham Davies.
Man erwarte detailliertere und akkuratere KI-Metadaten für mehr Transparenz, so Davies weiter. Zudem wolle DiMA die Zusammenarbeit mit Labels, Vertrieben sowie Standardisierungsgremien wie DDEX fortsetzen, um eine verlässliche Lieferkette aufzubauen. DDEX war an der Ankündigung vom Freitag nicht beteiligt, hat aber zuvor schon mit Spotify an einem eigenen Standard zur KI-Kennzeichnung gearbeitet.
Auch das KI-Musikunternehmen Suno reagierte in einem Statement: „Dies ist eine differenzierte Debatte, die durchdachte Lösungen erfordert. Deshalb arbeiten wir weiterhin mit Kreativen, Rechteinhaber:innen und Plattformen an Ansätzen zusammen, die Künstler:innen schützen und gleichzeitig menschliche Kreativität unterstützen.“
Man investiere in Wasserzeichen und Audio-Fingerprinting, damit Artists offenlegen könnten, ob sie KI genutzt hätten. Im Schlusssatz positionierte sich Suno jedoch gegen die Pläne der Branchenverbände: „Wir glauben, dass letztlich Artists und Plattformen selbst entscheiden sollten, wie mit diesen komplexen Fragen umzugehen ist.“
Andere Töne kommen hingegen vom französischen Streamingdienst Deezer, der meldet: „Es ist ermutigend zu sehen, dass Schritte in Richtung eines einheitlichen Ansatzes für generative KI in der Musik unternommen werden.“ Deezer sei bereit, die Entwicklung eines branchenweiten Rahmenwerks zu unterstützen.







