Mit den jüngst von der Federazione Industria Musicale Italiana, kurz FIMI, verkündeten Zahlen setzt sich der Wachstumskurs des italienischen Marktes fort – wenngleich die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr abnimmt. Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Plus noch bei 9,7 Prozent gelegen.
Haupttreiber bleibt das Streaming, ähnlich wie im französischen Markt, dessen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 ebenfalls jüngst erschienen. In Italien macht dieses Segment mittlerweile den Großteil der Erlöse aus: Die Sparte wächst um sieben Prozent auf 178,9 Millionen Euro, gestützt von mehr als 52 Milliarden Streams im ersten Halbjahr.
Besonders die Erlöse aus Abonnements legen zu: Sie verbessern sich um 9,4 Prozent auf 132,1 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte das Abostreaming noch um 12,7 Prozent zugelegt. Das Wachstumstempo verlangsamt sich hier also spürbar.
Werbefinanziertes Audiostreaming verzeichnet jedoch einen leichten Rückgang um 1,3 Prozent auf 24,8 Millionen Euro, während werbefinanziertes Videostreaming um 2,7 Prozent auf 22 Millionen Euro zulegt. Insgesamt kommt der digitale Bereich auf ein Umsatzplus von 6,8 Prozent und erreicht 180,8 Millionen Euro.
Deutlich stärker fällt das Wachstum im physischen Segment aus: Es steigt um 11,9 Prozent auf 37,6 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Vinylmarkt, der um 18,5 Prozent auf 26,1 Millionen Euro klettert und sich damit als tragende Säule des physischen Geschäfts etabliert. Die CD entwickelt sich mit einem moderaten Plus von 1,3 Prozent auf 11,3 Millionen Euro vergleichsweise stabil. Andere physische Tonträgerformate sowie Musikvideos verlieren dagegen deutlich an Umsatz.
Zusammengenommen wachsen digitale und physische Umsätze um 7,6 Prozent auf 218,4 Millionen Euro. Die Sync-Erlöse gehen leicht zurück, und zwar um 1,8 Prozent auf 6,3 Millionen Euro.
Im Jahr 2025 hatte die IFPI Italien auf Platz elf der größten Musikmärkte weltweit geführt. Zur Erinnerung: Die Gesamtbilanz in jenem Jahr ergab in Italien ein Plus von 10,7 Prozent, besonders angetrieben durch lokales Repertoire.






