“Nach fast drei Jahrzehnten bei Sony Music wird Julie Born, Managing Director Switzerland & Austria, unser Unternehmen Ende dieses Monats verlassen“, informierte Christoph Behm als CEO Sony Music GSA sein Team im deutschsprachigen Raum in einem Rundschreiben, das auch MusikWoche vorliegt. Im Laufe einer „beeindruckenden Karriere“ habe sich Julie Born „zu einer der prägendsten Führungspersönlichkeiten der Schweizer Musikindustrie entwickelt“ und die Geschäfte von Sony Music seit ihrem Eintritt ins Unternehmen im Jahr 1999 über 27 Jahre hinweg „maßgeblich mitgestaltet“, bilanzierte Behm.
Julie Born hatte zunächst 2009 die Leitung von Sony Music Schweiz übernommen und 2024 zusätzlich die Verantwortung für Österreich: „Unter Julies Führung hat sich ihre Organisation zu einer starken Heimat für nationale wie internationale Künstlerinnen und Künstler entwickelt“, sagte Behm, der zudem zwei Leistungen aus der „außergewöhnlichen Karriere“ der Musikmanagerin hervorhob.
„Die erste ist das Artist Roster, das sie gemeinsam mit ihrem Team bei Sony Music Schweiz aufgebaut hat und das die Vielfalt, Kreativität und kulturelle Reichhaltigkeit des Landes widerspiegelt. Die zweite ist ihr Einfluss als Wegbereiterin für Frauen in der Musikindustrie.“ Seit ihrem Einstieg in die Branche in den 1980er-Jahren habe Julie Born „durch ihren Mut, ihre Beharrlichkeit und ihren Erfolg den Weg für kommende Generationen geebnet“, ergänzte Behm. „Während ihrer gesamten Laufbahn hat sie sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, Talente zu fördern, Türen zu öffnen und Chancen für andere zu schaffen, sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen. Damit hat sie eine starke Grundlage für die Zukunft geschaffen.“
„Nach so vielen Jahren ein Unternehmen zu verlassen, wirft viele Gedanken und Gefühle auf“, sagt Julie Born zu ihrem Abschied als Managing Director Switzerland & Austria: „Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ich auf zwei Dinge besonders stolz bin. Einerseits auf das Artist Roster, das wir für Sony Music in der Schweiz aufgebaut haben und welches die Vielfältigkeit der Schweizer Kultur widerspiegelt. Und ich bin stolz auf die Pionierarbeit, die ich für Frauen in der Musikindustrie leisten durfte.“ Sie erinnert sich: „In den 80ern wurde mir noch eine Position in einem Musikunternehmen abgesagt, mit der Begründung, eine Frau könne das nicht. Das war frustrierend und Ansporn zugleich, meinen Weg zu gehen und später auch andere Talente vor und hinter den Kulissen zu unterstützen.“ Ihr Fazit: „Die Musikbranche hat auf so vielen Ebenen einen Wandel hingelegt – ich bin dankbar, Teil dieser Reise zu sein, und dankbar für die vielen tollen Menschen, mit denen ich arbeiten durfte.“
Die künftigen Besetzungen der Spitzenpositionen für die Schweiz und für Österreich hat Sony Music bereits intern gefunden: In der Schweiz übernimmt Simon Mueller, der bereits seit mehr als 20 Jahren für Sony Music aktiv ist und zuletzt den Bereich Commercial & Business Development verantwortete, die Rolle des General Manager. Als General Manager in Österreich fungiert fortan Stefan Hochwallner, der vor 15 Jahren zu Sony Music kam und seitdem die Entwicklung des dortigen Geschäfts mit „einer Vielzahl erfolgreicher Kampagnen und strategischer Initiativen“ maßgeblich geprägt habe, wie Behm zusammenfasst.
Die beiden frisch berufenen Spitzenkräfte berichten an Sandra Caase, CFO & COO Sony Music GSA.
Über ihre Laufbahn bei Sony Music Switzerland, die Besonderheiten des Musikmarkts in der Schweiz und die Bedeutung des lokalen Repertoires sprach Julie Born zuletzt im März 2024 mit MusikWoche. Sie begann ihre Karriere in der Musikwirtschaft 1988 als Marketing Assistentin bei der Musikvertriebs AG. 1991 wechselte sie als Promotion Manager Rock zur damaligen PolyGram, wo sie ab 1995 als Product Manager tätig war. 1998 arbeitete Born für das Managementunternehmen Zumsteg & Partner. Seit 1999 war sie zunächst als Marketing Manager bei Sony Music tätig und stieg 2004 zum Director Marketing & Promotion auf.






