Mit Napster, Samsung und XM Satellite Radio wollen drei Unternehmen gemeinsam die Kundenbasis für ihre Produkte erweitern. Ein Satellitenempfänger, der auch als MP3-Player fungiert, soll Samsung im Wettbewerb mit Apple Vorteile bringen, XM schielt auf die wachsende Zielgruppe der Player-Fans und Napster hofft auf mehr Downloadverkäufe. Das neuartige Gerät mit Flash-Speicher, das zum Weihnachtsgeschäft in zwei Versionen auf den Markt kommen soll, schlägt drei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits können darauf ganz normal Songfiles vom Computer übertragen werden – nach Napsters Wunsch vor allem gekaufte.
Zudem können die Samsung-Player auch das digitale Radiosignal von XM empfangen und dabei zwischen 25 und 50 Programmstunden abspeichern. Wer das Gerät also gerade nicht zu Hause oder im Auto an der für den Satellitenempfang nötigen Dockingstation angeschlossen hat, kann die Sendungen seiner Wahl digital aufzeichnen und unterwegs anhören. Auf CD gebrannt oder in die einzelnen Songs zerlegen kann man die Radiosendungen indes nicht.
Der besondere Clou an der Dreierkooperation ist jedoch die Verbindung von Digitalradio und Downloadshop: Wer als Nutzer im Programm von XM Titel hört, die er gerne kaufen würde, kann die Songs am Player kennzeichnen – bei der nächsten Verbindung mit dem Napster-Shop lädt der Computer dann die Stücke automatisch herunter. Dieses Angebot mit dem Namen XM+Napster soll im Lauf des vierten Quartals marktreif sein und wird laut Napster-Chef Chris Gorog „das Nirvana für passionierte Musikfans“.
Bis Ende des Jahres wollen XM und Samsung zudem ein Gerät präsentieren, das den mobilen Empfang der Satellitenradios auch ohne Dockingstation ermöglicht. An der Börse sorgten diese Ankündigungen für einen siebenprozentigen Kursanstieg der Napster-Aktie auf knapp fünf Dollar; und die Analysten von Piper Jaffray gaben dem Papier nun das Rating „outperform“ mit einem Kursziel von sieben Dollar.





