Die Deutsche Jazzunion veranstaltet vom 1. bis 2. Oktober 2026 die 29. Ausgabe ihrer alle zwei Jahre stattfindenden Fachkonferenz „Jazz Now!“ in der JazzHall Hamburg und der HfMT. Über zwei Tage hinweg haben Musiker:innen, Studierende, Veranstalter:innen sowie Vertreter:innen aus Kulturpolitik und Kreativwirtschaft in der Hansestadt die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Anmeldungen sind ab sofort und bis zum 30. September geöffnet.
„Die Konferenz bringt die vielfältige Jazzszene zusammen, die hier immer wieder ihre Innovationskraft unter Beweis stellt“, findet Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda. Jazz Now! schaffe dabei „einen Raum für künstlerischen Austausch, kulturpolitische Debatten und neue Impulse. Gerade in einer sich wandelnden Kulturlandschaft ist es wichtig, gemeinsam über die Zukunft von Jazz und Improvisierter Musik nicht nur nachzudenken, sondern die Rahmenbedingungen für künstlerisches Schaffen weiterzuentwickeln.“ Dazu brauche es laut Brosda den Dialog und die „Offenheit, voneinander zu lernen“. Die Jazz Now! sei dafür „ein wichtiges Forum, um gemeinsam neue Perspektiven für die Szene zu entwickeln“.
Die Konferenz wird am 1. Oktober durch Michael Griener, den Vorsitzenden der Deutschen Jazzunion, und Camille Buscot, die Geschäftsführerin des Verbands, eröffnet. Anschließend bietet Réka Csorba vom Jazzbüro Hamburg einen Einblick in die Jazzszene der Hansestadt.
Im darauffolgenden Auftaktpanel „The Art of Listening: Wie wir Resonanzräume für neues Publikum schaffen“ geht es um neue Zielgruppen für Jazz und improvisierte Musik sowie um nachhaltige Zugänge für ein breites Publikum. Begleitend dazu bietet der „Basar der Kompetenzen“ an beiden Tagen Workshops zu physischer und mentaler Gesundheit im Berufsalltag an.
Im Panel „Wie sichern wir Jazz und improvisierte Musik? Zwischen Prekarität, Struktur, Politik und Perspektiven“ diskutieren der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD), die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) und David Schliesing (Die Linke) gemeinsam mit Janning Trumann (Vorstandsmitglied der Deutschen Jazzunion) sowie Réka Csorba über politische und strukturelle Voraussetzungen für die Szene.
Der zweite Konferenztag beginnt mit der Mitgliederversammlung der Deutschen Jazzunion. Im Anschluss lädt das Format „Hamburg Experience“ zu einem Spaziergang entlang der Alster ein. Am Nachmittag folgt der Live-Podcast „The Shape of Jazz Records to Come – Die Zukunft von Jazzaufnahmen“, der sich mit den Auswirkungen von Streaming und digitalen Entwicklungen auf Jazzaufnahmen sowie mit veränderten Hörgewohnheiten befasst.
„Jazz lebt vom Zuhören, vom Dialog und von der Offenheit für neue Perspektiven. Genau dafür steht auch die Jazz Now! Sie schafft Raum für Diskussionen, Begegnungen und Ideen, aus denen neue Impulse für unsere Szene entstehen“, erklärt Michael Griener, Vorsitzender der Jazzunion. „Die Vielfalt des diesjährigen Programms zeigt, dass künstlerische Fragen, Arbeitsbedingungen und Kulturpolitik untrennbar miteinander verbunden sind. Genau das macht die Jazz Now! zu einem wichtigen Treffpunkt für alle, die Jazz und Improvisierte Musik aktiv weiterentwickeln wollen.“





