Bislang haben mehr als 21 Musiker:innen durch Pool Music über 60.000 Euro an Finanzierung erhalten. Mehr als 3000 Fans sind auf der Plattform aktiv. In Zusammenarbeit mit A&R-Vertreter:innen von Labels wie Warner Music plant das Start-Up nun, weitere Talente für die Plattform zu gewinnen.
Ein zentraler Anreiz für Labels, mit Pool zusammenzuarbeiten, sei der Zugang zu den Daten der Käufer:innen, was für Marketingstrategien von großem Interesse sei. „Unser Angebot ist für Labels auch wegen der Daten der Käufer interessant, da diese wertvolle Einblicke in die Fanbasis und deren Verhalten bieten“, erläutert Gregor Müller, Co-Founder der Pool Music GmbH, gegenüber MusikWoche.
Das Münchner Start-Up erziele Einnahmen sowohl beim Erstverkauf der Shares als auch bei Weiterverkäufen auf dem Sekundärmarkt, wobei ein flexibles Vergütungsmodell zur Anwendung kommt: So lag der Anteil ursprünglich bei 75 Prozent für den Act und 25 Prozent für Pool. Mittlerweile würde diese Aufteilung jedoch individuell an die Bedürfnisse und Verhandlungen der jeweiligen Künstler:innen angepasst werden.
Zudem wird bei jeder Transaktion eine Gebühr fällig, wodurch Pool langfristig von einem „lebendigen Marktplatz“ profitieren würde.
Bisher bedient die Plattform ausschließlich auf Spotify vertretene Acts. Der Preis der Shares ist direkt mit der Anzahl der monatlichen Hörer:innen auf dem schwedischen Streamingdienst verknüpft. Wie Müller begründet, biete Spotify den Vorteil transparenter Daten. „Für die Nutzer ist es daher einfach nachzuvollziehen, wie sich die Preise entwickeln, ohne auf komplexe Berechnungen angewiesen zu sein.“
Ein weiteres Feature, das Team Ende dieses Jahres mit Pool Pro einführen will, ist die Teilnahme der Fans an sogenannten Prediction Markets – ein Konzept, dass laut dem Start-Up „eines der innovativsten ist, das die Musikindustrie je gesehen hat“. Hier können Fans Vorhersagen über zukünftige Meilensteine und Streamingzahlen von Artists treffen, was die Interaktion zwischen Fans und Künstler:innen weiter intensivieren soll.





