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Opus Klassik fürs Lebenswerk geht an Martha Argerich

Anfang Juni konnte Martha Argerich ihren 85. Geburtstag zelebrieren, am 11. Oktober 2026 folgt ein weiterer Grund zum Feiern: Dann erhält die Künstlerin, die als eine der weltweit bedeutendsten Pianistinnen gilt, den Opus Klassik für ihr Lebenswerk. Zudem zurrt die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik weitere Details zum Liveprogramm fest.

Martha Argerich erhält bei der Verleihung des Opus Klassik den Preis für ihr Lebenswerk. Das gab die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik am 1. September bekannt. Mit ihrem Spiel verbinde die Ausnahmekünstlerin, die „seit Jahrzehnten“ zu „den bedeutendsten und faszinierendsten Pianistinnen der Welt“ zähle, „poetische Tiefe, außergewöhnliche Klangfarben und technische Brillanz mit einer unmittelbaren und zutiefst persönlichen Ausdruckskraft“, hieß es zur Begründung aus Berlin.

Bei der Deutschen Grammophon, wo man die Aufnahmen Martha Argerichs für die DG und Philips erst jüngst in einer Box mit 48 CDs neu zusammenstellte, lobt man die 1941 in Buenos Aires geborene Künstlerin als „die Hohepriesterin des Klaviers“, bei Warner Classics bezeichnet man die Pianistin derweil als „lebende Legende“.

Argerich zog 1955 mit ihrer Familie nach Europa, wo sie unter anderem bei Friedrich Gulda in Wien studierte; 1965 markierte der Gewinn des Internationalen Chopin-Wettbewerbs für Argerich den Beginn ihrer internationalen Karriere. Bei der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik lobt man Argerich für ihre Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern und Musiker:innen und ihr Wirken im Bereich der Kammermusik, verweist aber auch auf ihr Engagement bei der Förderung junger Talente, unter anderem als Gastgeberin des „Progetto Martha Argerich“ in Lugano bis 2016. In ihrer Laufbahn wurde Martha Argerich vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2014 mit einem Echo Klassik für eine Einspielung von Mozart-Klavierkonzerten.

Die Preisverleihung für den Opus Klassik, dessen Sieger:innen in den meisten Kategorien bereits im Juni verkündet wurden, steigt in diesem Jahr am 10. und 11. Oktober mit einem Preisträgerkonzert am Samstag im Fotografiska und der Gala am Sonntag im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Auftritte für die Gala hatten bereits zuvor die beiden Preisträger:innen Jonas Kaufmann und Sarah Willis zugesagt. Fürs Galaprogramm am 11. Oktober verweist die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik inzwischen zudem auf geplante Auftritte der Sopranistin Katharina Konradi, der Violinistin Esther Abrami sowie von Shira Patchornik und Alexander Malofeev. Ebenfalls fix sind Auftritte des als Sänger des Jahres geehrten Baritons Andrè Schuen, von Alice Sara Ott und Café del Mundo.

Für den Vorabend stehen zudem Auftritte der Pianistin Shani Diluka und der Hornistin Sarah Willis mit ihrer kubanischen Band The Sarahbanda fest sowie von Katharina Konradi, Simon Tetzlaff, dem vision string quartet und dem WuWei Trio.

Ebenfalls fix besetzt sind die Posten im Bereich Moderation: Anna Novák führt am 10. Oktober erneut durch das Konzert der Preisträger:innen, Désirée Nosbusch moderiert den folgenden Abend im Konzerthaus. Als Medienpartner überträgt das ZDF die Gala am 11 . Oktober ab 22:15 Uhr.