“Nach drei Jahren Green Culture Anlaufstelle des Bundes schließen wir jetzt das Projekt ab, atmen durch, räumen auf und bedanken uns bei unseren Freundinnen und Freunden für den Mut. auch in wilden Zeiten immer wieder eine für bessere Zukunft für Kunst, Kultur und Medien zu kämpfen“, sagt Jacob Bilabel als Geschäftsführer und Leiter der Green Culture Anlaufstelle auf Nachfrage von MusikWoche: „See you on the dancefloor!“
Zuvor hatte sich das Team der Anlaufstelle, die 2023 noch von der Ampelregierung aufs Gleis gesetzt wurde, aber mit dem Regierungswechsel auf Bundesebene aufs Abstellgleis fuhr, per Newsletter verabschiedet: Man habe in den vergangenen drei Jahren Menschen aus der Kultur dabei unterstützt, „ins Handeln zu kommen und ökologische Nachhaltigkeit in ihrer Institution, ihrem Bereich, ihrem Betrieb ganz praktisch voranzutreiben“, man habe „beraten, vernetzt und Wissen vermittelt – kostenlos und bundesweit“, heißt es dort unter anderem: „Der Austausch mit motivierten und engagierten Menschen aus allen Bereichen der Kultur hat uns dabei immer wieder in der Überzeugung bestärkt, dass die Zeit der Sonntagsreden längst vorbei ist.“
Auch künftig werde man „dafür arbeiten und kämpfen, den Kultursektor nachhaltiger, resilienter und zukunftsfähig zu machen“.
So läuft zum Beispiel das schon 2021 unter dem Dach des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit eingeführte und IHK-zertifizierte Weiterbildungsangebot „Transformationsmanager:in Nachhaltige Kultur“ weiter, das bislang bereits mehr als 550 Alumnis aus allen Teilen der Kultur durchlaufen haben und das seit dem Sommer 2026 auch von der Wirtschaftskammer Österreich zertifiziert ist. Mit dem Auslaufen der Förderung des Bundes sind diese Maßnahmen nun allerdings für Teilnehmende nicht mehr kostenlos möglich.
Auf den Onlineseiten stellt die Green Culture Anlaufstelle zum Abschluss des Projekts neben Bilanzen zu den Themen Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Klimabilanzierung sowie Reporting und Managementsystemen eine Broschüre bereit, die wichtige Erkenntnisse, Aktivitäten und Ergebnisse der vergangenen drei Jahre zusammengefasst. Die Webseite mit Leitfäden und Studien soll zunächst als Archiv verfügbar bleiben, wer aktuelle Informationen oder eine weitergeführte Wissensdatenbank sucht, soll die fortan beim Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit finden: „Wir laden alle ein, die diesen Weg mit uns gegangen sind, im Gespräch zu bleiben.“
Ein erstes Green Culture Dinner hatte Jacob Bilabel bereits 2010 ausgerichtet, 2011 folgte unter anderem ein Pilotprojekt zum Thema Energieeffizienz im Clubbereich.






