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Operation Ton bohrt Konzept auf

Die von RockCity Hamburg organisierte Musikkonferenz Operation Ton wirft ihr altes Konzept einer zweitägigen Convention über Bord. Stattdessen setzt man nun auf eine Delegationsreise zum Reeperbahn-Festival, fünf eigenständige Events sowie einen Convention-Tag als Abschluss des Programms.

Fast zwei Jahrzehnte existierte Operation Ton als zweitägige Convention zur Zukunft der unabhängigen Musikszene. Nun stellt RockCity Hamburg sein Konzept komplett um und schließt sich dafür unter anderem mit dem Reeperbahn Festival zusammen.

Im Rahmen der neuen Konzeption erhalten zehn Mitglieder des Vereins die Möglichkeit, als Delegation zum Hamburger Branchentreff zu reisen, um dort neue Kontakte zu knüpfen und im Programm neue Impulse zu erhalten. Die Bewerbungsphase startete am 21. Juli und endet am 11. August 2026.

Später im Jahr veranstaltet RockCity fünf einzelne und eigenständige Satellite-Events im Hamburger OHG und Betty, zu denen jeweils einzeln Tickets erworben werden können.

Die Satellite-Events:

  • 30.09.2026 (OHG): Und morgen berühmt?! – Wie musikalische Entwicklung heute gelingen kann
  • 14.10.2026 (OHG): Sessionmusiker:innen – ohne euch läuft nix!
  • 09.11.2026 (Betty): Warum noch rausgehen? – Wie gelingt Clubbing in einer Branche, die sich ständig verändert?
  • 19.11.2026 (OHG): Wovon lebst du eigentlich? – Wichtige Einnahmequellen, die jede:r Musiker:in kennen sollte.
  • 02.12.2026 (OHG): Studio & Produktion – Guter Song. Und jetzt? Neue Wege für Produktion, Release und Reichweite 

Das Programm endet mit einem einzelnen Convention-Tag am 23. Januar 2027 im Hamburger SAE Institute.

Mit der Neuausrichtung auf kleinere Formate will man bei RockCity auf „die veränderten Arbeitsrealitäten Musikschaffender“ reagieren. Inhaltlich möchte man sich bei dem Verein künftig zudem weniger auf Vorträge, sondern mehr auf gemeinsames Arbeiten setzen.

„Im Mittelpunkt stehen Fragen, die viele Musikschaffende direkt betreffen: Wie lassen sich künstlerische Entwicklung und wirtschaftliche Stabilität verbinden? Welche Kompetenzen werden im Zeitalter von KI und Plattformökonomie entscheidend sein? Wie entstehen faire Arbeitsbedingungen, tragfähige Einkommensmodelle und starke Communities?“, gibt Andrea Rothaus, Geschäftsführerin RockCity und Kuratorin der Operation Ton, einen Ausblick. „Operation Ton versteht Zukunft 2026/2027 noch stärker als gemeinsame Gestaltungsaufgabe zwischen Musikpraxis, Branche, Wissenschaft, Technologie und Kulturpolitik.“ 

Thomas Burhorn von der Band Meute und dem Vorstand von RockCity, ergänzt: „Die neue Struktur verbindet verschiedene Ebenen und Formate von gemeinsamem Lernen und Netzwerken. Wir starten mit Pop Moves 2026, einer fünftägigen Delegationsreise für zehn RockCity-Mitglieder zum Reeperbahn Festival. Anders als klassische Delegationsprogramme kombiniert sie Festival- und Konferenzbesuche mit Vorbereitung, echten Branchenbegegnungen und einem gemeinsamen Follow-up. Wir wollen Zugänge öffnen und erleichtern, aber auch nachhaltige Netzwerke aufbauen.“