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IFPI begrüßt Start der Operation LUMEN

Die IFPI blickt dem Start der Operation LUMEN freudig entgegen. Dabei handelt es sich um eine koordinierte internationale Initiative, die Behörden aus fünf lateinamerikanischen Ländern zusammenbringt, um den Zugang zu Hunderten von Internetseiten zu unterbinden, die mit Urheberrechtsverletzungen und der Verbreitung von sogenannter Malware in Verbindung stehen.

Die am 23. September 2026 durchgeführte Operation LUMEN ist eine regionale Initiative zur Rechtsdurchsetzung, die von der peruanischen Behörde INDECOPI konzipiert und geleitet wird. Sie vereint Behörden aus Peru, Paraguay, Brasilien, der Dominikanischen Republik und Ecuador in einer koordinierten Kampagne zur Sperrung von mehr als 300 Websites, die mit Stream Ripping und der Verbreitung von Malware in Verbindung gebracht werden. Die Operation erfolgt unter Beteiligung nationaler Behörden, darunter DINAPI (Paraguay), CyberGaeco und ANCINE (Brasilien), ONDA (Dominikanische Republik) sowie SENADI (Ecuador).

Im Rahmen der Operation werden Internetanbieter in den teilnehmenden Ländern den Zugang zu den identifizierten Domains sperren und so dazu beitragen, die Nutzer vor urheberrechtsverletzenden Diensten und schädlichen Online-Aktivitäten zu schützen. „Der Umfang der Operation spiegelt die enorme Reichweite und die Risiken wider, die von den betroffenen Websites ausgehen. Insgesamt verzeichneten die identifizierten Domains im vergangenen Jahr durchschnittlich 15 Millionen Besuche pro Monat und erreichten im selben Zeitraum mehr als 5,4 Millionen Unique Visitors“, betont die IFPI.

Analysen hätten zudem ergeben, dass 44 der 317 ins Visier genommenen Websites mit der Verbreitung von Malware oder anderen schädlichen Aktivitäten in Verbindung standen. Davon waren mehr als 4,7 Millionen User betroffen, was den engen Zusammenhang zwischen Urheberrechtsverletzungen und allgemeinen Sicherheitsrisiken im Internet verdeutlichte, so die IFPI weiter. „Durch die Unterbindung des Zugangs zu diesen Diensten trägt Operation LUMEN dazu bei, die Gefährdung von Millionen Nutzern in ganz Lateinamerika zu verringern, sodass die Vorteile der Initiative über die direkt beteiligten Länder hinausreichen.“

„Die Operation LUMEN zeigt, was erreicht werden kann, wenn Behörden grenzüberschreitend zusammenarbeiten, um Bedrohungen wie Piraterie zu bekämpfen“, sagt Victoria Oakley, CEO IFPI. „Die Studie der IFPI hat bestätigt, dass Website-Sperrungen ein wirksames und verhältnismäßiges Mittel sind, um den Zugang zu illegalen Diensten zu unterbinden – unter anderem, indem sie Nutzer zu lizenzierten Diensten und kostenpflichtigen Abonnement-Seiten führen; diese koordinierte Aktion wird dazu beitragen, Hunderte rechtsverletzender und schädlicher Websites zu blockieren. Wir begrüßen die Führungsrolle und die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden – diese Initiative trägt dazu bei, Künstler und Fans zu schützen und gleichzeitig einen gesünderen digitalen Musikmarkt zu fördern.“