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Music-Zone-Gründer wirft Banken Panikreaktion vor

Die Insolvenz des britischen Händlers Music Zone geht allein auf das Konto der Banken, meint Gründer Russ Grainger. Weil die Konkurrenten HMV und Woolworth’s schlechte Zahlen ablieferten, sei den Gläubigern von Music Zone der Geduldsfaden gerissen.

Die Insolvenz des britischen Händlers Music Zone geht allein auf das Konto der Banken, meint Gründer Russ Grainger. Weil die Konkurrenten HMV und Woolworth’s schon vor dem Weihnachtsgeschäft schlechte Zahlen abgeliefert hatten, sei den Gläubigern von Music Zone der Geduldsfaden gerissen.

Dies sei eine überstürzte Panikreaktion gewesen, befand Grainger, der Music Zone im Frühjahr 2005 per Buy-out an die Investoren Bank of Ireland und Lloyds TSB Development Capital übergeben hatte. „In der Geschäftswelt muss man Risiken eingehen. Und hier handelt es sich klar um die Reaktion von Banken, die kein Risiko eingehen wollten“, erklärte Grainger gegenüber den „Manchester Evening News“.

Kurz nach dem Jahreswechsel hatte Lloyds TSB den 102 Filialen starken Einzelhändler mit zuletzt 115 Millionen Pfund Jahresumsatz in die Insolvenz geschickt. Weil die Gewinnwarnungen der Konkurrenz für ein schlechtes Marktklima gesorgt hatten, habe man Music Zone „pervers an die Wand fahren lassen“. Die Bank of Ireland habe „die Nerven verloren“ und auf die Rückzahlung eines Kredits gepocht. „Ich finde, Lloyds TSB hätte mehr tun müssen, um die Firma zu refinanzieren – schließlich ist das eine Bank“, befand Firmengründer Grainger.

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