Die vom Verbund MusicTech Germany veranstaltete Konferenz Music Frontiers gab jüngst erste Programmdetails für die Ausgabe 2026 bekannt. Im Zentrum stehen vier Sessions, in denen das Ziel der Konferenz verdeutlicht werden soll: „Lösungen zu diskutieren, die die Zukunft der Musikbranche prägen“, sowie „Menschen, die Musik schaffen und vermarkten, mit den Entwickler:innen entsprechender Werkzeuge zu vernetzen“.
Wie bereits seit Juni feststeht, verlässt die Music Frontiers nach zwei Jahren den bisherigen Standort Berlin und findet in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Reeperbahn Festivals statt – am 17. und 18. September in Hamburg. Das Programm gliedert sich in zwei Themenfelder.
Ein Themenbereich widmet sich den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Musik und Rechteverwertung. Dazu zählt ein Fireside Chat ebenso wie ein Panel mit dem Titel „From Training Data to Rights Holder: Closing the Attribution Gap“. Den ersten Konferenztag beschließt François Pachet, Gründer von Flow Records und ehemaliger Leiter des Spotify Creator Technology Research Lab, mit dem Vortrag „The Composing Researcher and the Machine: A Life at the Frontier of Music and AI“. Pachet entwickelte das System Flow Machines, mit dem 2017 der Song „Daddy’s Car“ entstand – einer der ersten mit KI komponierten Songs.
Der zweite Themenbereich befasst sich damit, wie Musik künftig ihr Publikum erreicht und welche neuen Einnahmequellen sich dafür erschließen lassen. Mit dabei ist unter anderem Sini Tiainen, Music Content Manager Nordics bei Qobuz. Sie spricht unter dem Titel „The Human Algorithm: Why Curation Is the New Scarcity“ über ihre Erfahrungen aus Programmgestaltung und Playlisting, die sie zuvor unter anderem bei Nokia MixRadio und YouTube Music sammelte.
Grace Manning, Head of Marketing & Partnerships bei Cantilever Music, spricht in ihrem Vortrag „Rewiring Indie Revenue Streams: Owned, Direct and Thriving“ über Direct-to-Fan-Erlösmodelle, die dem Pro-rata-Streaming Konkurrenz machen. Mershad Javan, Head of Europe and Africa bei GoDigital Music, widmet sich unter dem Titel „Fund Your Vision: The New Landscape of Artist Finance“ neuen Finanzierungsmöglichkeiten für unabhängige Künstler:innen.
„Ich bin begeistert von dem Programm, das wir dieses Jahr zusammengestellt haben, und von der Qualität der Speaker, die zu uns nach Hamburg kommen werden“, freut sich Matthias Strobel Hohmann, President und Gründer von MusicTech Germany. Ziel der Konferenz sei es, „praktische Lösungen für die Weiterentwicklung des Musik-Ökosystems aufzuzeigen und Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit zu finden, die Künstler:innen und die Menschen, die diese Branche am Laufen halten, beschäftigen“.
Man habe so ein Programm entwickelt, „bei dem die Chancen für Musik und die Branche im Mittelpunkt stehen: eine Plattform, auf der sich Labels und Künstler:innen auf der einen Seite sowie Technologieanbieter:innen und Entwickler:innen auf der anderen Seite treffen, austauschen und gemeinsam die Zukunft gestalten können“, erklärt Strobel weiter. „Mein Dank gilt dem Reeperbahn Festival für die Unterstützung und die Partnerschaft bei der Mission, ein nachhaltig erfolgreiches Musikökosystem zu gestalten. Diese Zusammenarbeit schafft echten Mehrwert für die gesamte Branche.“






