Die 2024 zunächst noch unter anderem Namen in Berlin ins Leben gerufene Veranstaltung, die als Gegenmodell zu klassischen Branchenkonferenzen konzipiert wurde, wechselt damit den Standort und geht eine strategische Kooperation mit Europas größtem Clubfestival ein. Als Veranstaltungsorte dienen Angie’s und Schmidtchen am Spielbudenplatz. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen sechs Themenfelder: der Einsatz von Technologien, mit besonderem Fokus auf KI, entlang der musikalischen Wertschöpfungskette, neue Einnahmequellen jenseits des Streamings, etwa in den Bereichen Gaming, Film und Wellness, Music Discovery und Kuration, direkte Künstler-Fan-Beziehungen, neue Finanzierungsmodelle sowie Innovationen im Live-Sektor. Dabei sollen laut den Veranstaltern keine hypothetischen Zukunftsszenarien verhandelt werden, sondern bereits existierende Produkte und funktionierende Modelle sollen im Vordergrund stehen.
Das Programmformat möchte dabei über das reine Zuhören hinaus auf konkrete Wirkung setzen. Neben dem Wissenstransfer zwischen der traditionellen Musikwirtschaft und Tech-Anbietern sind sogenannte Innovation-Showcases geplant, in denen Start-ups ihre Lösungen für bestehende Branchenprobleme vorstellen. Darüber hinaus sollen gezielte Matchmaking-Formate Kooperationen zwischen Musikwirtschaft, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Investoren anstoßen, die über die Konferenz selbst hinauswirken.
Matthias Strobel, Präsident von MusicTech Germany, bezeichnet die Kooperation als konsequenten Schritt. Die Musikwirtschaft stehe vor einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte, so Strobel, weshalb Akteure zusammenarbeiten müssten, die bisher oft getrennt agiert hätten: Musikunternehmen und Technologieanbieter. Er freue sich daher, dass „Music Frontiers dieses Jahr in Kooperation mit dem Reeperbahn Festival stattfinden wird und wir diejenigen, die Musik machen und vermarkten, mit denen zusammenbringen, die die Werkzeuge dafür bauen“, meint Strobel. „Ich bin dem Reeperbahn Festival dankbar für die Unterstützung und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. Dieser Schulterschluss schafft einen echten Mehrwert für die gesamte Branche, denn die Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten.“
Detlef Schwarte von der Leitung des Reeperbahn Festivals sieht in der Zusammenarbeit eine inhaltliche Erweiterung des eigenen Konferenzprogramms. Music Frontiers bringe internationale Vordenkerinnen und Vordenker aus Musik, Technologie und Forschung nach Hamburg und schaffe damit einen echten Mehrwert für Programm und Gäste, so Schwarte. Wörtlich ergänzte er: „Mit Music Frontiers erweitern wir den Diskurs des Reeperbahn Festivals um eine entscheidende Perspektive: den Austausch darüber, wie technologische Innovationen die Zukunft der Musikwirtschaft nachhaltig verändern können.“
Das vollständige Programm soll in den kommenden Wochen auf musicfrontiers.com veröffentlicht werden.







