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MTV und Viva streiten um Zahlen

Der Musiksender MTV wirft seinem Mitbewerber Viva vor, bei dem am Freitag veröffentlichten Quartalsergebnis mit falschen Zuschauerzahlen gearbeitet zu haben.

Der Musiksender MTV wirft seinem Mitbewerber Viva vor, bei dem am Freitag veröffentlichten Viva-Quartalsergebnis mit falschen Zuschauerzahlen gearbeitet zu haben. Laut den von MTV genannten GfK-Zahlen liegen beide MTV-Sender – MTV und MTV2 Pop – im November zusammen bei 3,8 Prozent, „MTV liegt deutlicher denn je vor Viva“, kommentiert MTV-Chefin Catherine Mühlemann die aktuellen Zahlen. Weil der Kölner Musiksender in seinem Quartalsbericht die MTV-Stationen mit einem Marktanteil von 3,0 Prozent ausgewiesen hatte, erklärt Mühlemann: „Diese Behauptung ist schlichtweg falsch und ist eine eindeutige Irreführung des Marktes, der Analysten und Aktionäre von Viva. Jeder kann die aktuellen MTV-Zahlen auf unserer Homepage www.mtv-media.de nachlesen und gern auch nachprüfen.“

In einer Reaktion auf die Vorwürfe erklärte Viva, dass die in dem Bericht genannten Zahlen von externen Quellen stammten. Zudem habe der Mitbewerber aus München Vivas Oktoberzahlen mit MTV-Zahlen aus dem November verglichen. In diesen Monat, so die Viva-Pressemitteilung, lagen die MTV Europe Music Awards. Das von Katrin M. Mehler, Director Corporate Communications bei der Viva Media AG, an die MTV-Pressechefin Verena Adami adressierte Schreiben endet mit einer versöhnlichen Note, in der Mehler versucht, die Zahlen in Bezug zu setzen: „Wie auch immer, letztendlich widerspricht auch das nicht der These eines längerfristigen Kopf-an-Kopf Rennens unserer beider Sendergruppen.“

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