Der bewusstere Konsum und die Nachfrage nach fair produzierten Artikeln schlägt sich auch im Merchandise-Markt nieder. Besonders wenn es um Textilprodukte wie Band-T-Shirts geht, wollen die Kunden wissen, woher die Ware kommt und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurde. MusikWoche fragte Branchenteilnehmer, was sie tun, um nachhaltiger zu produzieren.
„Definitiv beobachte ich in den vergangenen Jahren einen Trend, dass Kunden verstärkt nach nachhaltigen beziehungsweise gerecht produzierten Produkten nachfragen“, berichtet Tino Kunstmann, Geschäftsführer beim Merchstore mit Sitz in Chemnitz. Nachhaltigkeit und fairer Handel seien Grundsätze, denen sich das Team vom Merchstore verschrieben hat. „Diese Einstellung führt wohl auch dazu, dass sich gerade Künstler und Partner bei uns wohl fühlen, die ebenfalls nicht höchstmögliche Margen anstreben, sondern Produkte, die in ihrer Beschaffenheit ihrem eigenen Markenbild entsprechen“, so Kunstmann: „Dabei spielen biologische Erzeugung und fairer Handel eine sehr große Rolle.“
Um als Firma umweltfreundlicher zu produzieren, könne der Merchstore vor allem durch die Auswahl der Produzenten und Lieferanten auf die Produktionskette einwirken. „Wir arbeiten mit einem weltweiten Netzwerk von Firmen zusammen, welche sich ebenfalls der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Davon überzeugen wir uns durch Besuche vor Ort und die Vorlage anerkannter Zertifikate. Einen damit einhergehenden höheren Einkaufspreis nehmen wir gern in Kauf.“
Denn am Ende der Kette seien auch die Kunden bereit, für ein hochqualitatives und ökologisch produziertes Produkt einen etwas höheren Preis zu zahlen. „Dieses Feedback bekommen wir immer wieder und auch unsere extrem niedrige Retourenquote zeigt das an.“ Um das Thema Nachhaltigkeit auch innerhalb der Firma zu beachten, setzt Tino Kunstmann auf direkte Fairness, indem er angemessene Löhne zahlt, Vollzeitstellen nicht mit Praktikanten besetzt und für eine ausgewogene Work-Life-Balance bei den Mitarbeitern sorgt. „Das gehört ebenso in die Kette von Fair- Trade“, findet Kunstmann.
Was Sascha Rippberger, Anja Sumfleth und Michael Hahn dafür tun, um nachchaltiger zu produzieren, lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 12/2017, im Livepaper oder .






