Recorded & Publishing

Majors verhandeln Vergütungsmodelle mit YouTube & Co.

Die geplanten Urheberrechtsklagen der Tonträgerindustrie gegen Websites wie MySpace oder YouTube könnten nur eine Drohgebärde sein. Die Majors unter Federführung von Universal Music wollten damit öffentlichen Druck auf die laufenden Verhandlungen mit den Social-Networking-Portalen aufbauen, heißt es.

Die geplanten Urheberrechtsklagen der Tonträgerindustrie gegen Websites wie MySpace oder YouTube könnten nur eine Drohgebärde sein. Die Majors unter Federführung von Universal Music wollten damit öffentlichen Druck auf die laufenden Verhandlungen mit den Social-Networking-Portalen aufbauen, heißt es.

„Das ist höchstwahrscheinlich nur ein Verhandlungstrick“, so die Einschätzung von Gartner-Analyst Mike McGuire. „Niemand will ernsthaft dafür sorgen, dass MySpace oder YouTube verschwinden. Die Musikbranche braucht diese Dienste doch inzwischen viel zu sehr. Die Labels versuchen nur gerade herauszufinden, wie sie bezahlt werden könnten.“ Doch gegenüber der „Los Angeles Times“ versicherten ungenannte Mitarbeiter von Universal, der Major plane intern bereits das juristische Vorgehen, sollten die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen. Damit bestätigten sie indirekt auch, was branchenintern kein Geheimnis ist: Die vier Majors sitzen längst mit YouTube am grünen Tisch, um über Vergütungsmodelle und den Einsatz von Filtertechnologien zu verhandeln.

Universal-Chef Doug Morris hatte kürzlich im Rahmen einer von den Investmentbankern von Merrill Lynch ausgerichteten Analystenkonferenz diese Websites pauschal als „Urheberrechtsverletzer“ bezeichnet. „Wir glauben, dass diese neuen Geschäftsmodelle die Urheberrechte verletzen und die Dienste uns Dollarsummen in zweistelliger Millionenhöhe schulden“, sagte Morris.

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