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Legaler P2P-Dienst iMesh geht online

Die Tauschbörse iMesh startet ihren legalen P2P-Service. Die amerikanisch-israelische P2P-Plattform bietet seit dem 25. Oktober in einer Beta-Version ihres neuen Dienstes rund zwei Mio. lizenzierte Titel an.

Die Tauschbörse iMesh startet ihren legalen P2P-Service. Die amerikanisch-israelische P2P-Plattform bietet in einer Beta-Version ihres neuen Dienstes rund zwei Mio. lizenzierte Titel an. Die Dateien sind durch Microsofts DRM geschützt. „Nachdem wir über ein Jahr an dem ersten, authorisierten P2P-Dienst gearbeitet haben, freuen wir uns, der Musikbranche eine sinnvolle Lösung für das Problem der Internetpiraterie präsentieren zu können“, erklärt Bob Summer, Executive Chairman von iMesh. Die Nutzer können zwischen Einzeldownloads und einem Abonnement wählen. Das Abo kostet 6,95 Dollar pro Monat. Songs sind für 99 Cent erhältlich. Außerdem kann das System für 30 bis 60 Tage kostenlos getestet werden. Insgesamt biete der Dienst 17 Mio. Songs, dazu gehören auch rund 15 Mio. Tracks des P2P-Netzwerks Gnutella, auf das iMesh zugreift. Diese sollen allerdings laut dem Newsdienst „Slyck.com“ durch Audible Magic geschützt werden, sodass nur urheberrechtlich unbedenkliche Titel heruntergeladen werden können.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, seien bereits am Tag des Starts zahlreiche Beschwerden im Forum von iMesh eingegangen. Die Börse habe die Lizenzen bislang nur für die USA erworben, rund 60 Prozent der Nutzer seien daher „vor die Tür gesetzt worden“. Als Antwort habe iMesh lediglich mit „Beschwere dich bei der RIAA“ reagiert. Für die Mehrheit der iMesh-Nutzer habe die Börse am 25. Oktober aufgehört zu funktionieren, urteilt das Nachrichtenportal.

Mehr zur aktuellen Situation der P2P-Firmen lesen Sie im Dossier in MusikWoche, Heft 44.

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