Recorded & Publishing

Larsen teilt aus: „Plattenfirmen waren faul“

Die deutschen Plattenfirmen waren in den letzten Jahren zu faul. Zu diesem Schluss kommt Jorgen Larsen, Chef von Universal Music International. Die Manager, die bis vor kurzem bei den Majors in der Verantwortung waren, hätten keine gute Arbeit geleistet und deutsche Musik seit zehn Jahren vernachlässigt.

Die deutschen Plattenfirmen waren in den letzten Jahren zu faul. Zu diesem Schluss kommt Jorgen Larsen, Chef von Universal Music International. „Die Manager, die hier bis vor kurzem die Plattenfirmen geleitet haben, haben seit Jahren keine gute Arbeit geleistet“, klagt Larsen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Deutsche Musik mit deutschen Texten ist seit mindestens zehn Jahren vernachlässigt worden.“ Zum Glück habe sich diese Haltung inzwischen deutlich verändert, viele Firmen hätten den Bedarf bei der Kundschaft nun erkannt. „Wenn die Musik wirklich gut ist, dann wollen die Leute sie auch legal kaufen, statt sie im Internet kostenlos herunterzuladen“, so Larsen.

Universal habe seine Investitionen in lokales Repertoire zwar nicht erhöht, jedoch auch nicht verringert. „Und wir haben mehr Mitarbeiter als früher, die sich darum kümmern. In Berlin haben wir dafür mehr als 60 Leute.“ Das sei weltweit eine der größten Abteilungen für lokales Repertoire. „Wir sind allerdings bei der Auswahl der Künstler wählerischer geworden, denn die Qualität muss besser werden, sonst verkaufen wir nichts.“ Von einst 80 habe man daher den lokalen Künstlerstamm auf 60 reduziert.

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