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Konzertveranstalter warnen vor Preisexplosion

Wieder einmal drücken führende deutsche Konzertveranstalter ihr Unbehagen über die zum Teil selbst verschuldete Preisspirale bei den Konzerttickets aus. „Wir sind am Ende der Preisschraube angelangt“, formuliert A.S.S.-Geschäftsführer Michael Bisping.

Wieder einmal drücken führende deutsche Konzertveranstalter ihr Unbehagen über die zum Teil selbst verschuldete Preisspirale bei den Konzerttickets aus. „Wir sind am Ende der Preisschraube angelangt“, formuliert A.S.S.-Geschäftsführer Michael Bisping.

Gegenüber der „Berliner Zeitung“ räumte Bisping kürzlich ein: „Viele Eintrittspreise sind überhöht. Und die Leute beginnen zu reagieren.“ Aus diesem Grunde habe A.S.S. Concerts mit einigen seiner Künstler eine Vereinbarung über niedrige Gagen und entsprechend günstige Tickets abgeschlossen. „Wir müssen ein bisschen weniger gierig sein oder bei überzogenen Gagenforderungen einfach mal Nein sagen“, so Bisping weiter.

Und auch Peter Rieger, Inhaber der Peter Rieger Konzertagentur stößt ins selbe Horn: „Wir sind zuständig für die Preisspirale. Die Agenten der Künstler spielen mit uns ein schönes Spiel.“ Denn auch bei überhöhten Gagenforderungen der ausländischen Stars gebe es immer jemanden, der die Gage zahlt, um den Zuschlag für die Deutschlandkonzerte zu erhalten. Mittlerweile sei jedoch „alles wirklich ein wenig verrückt“ geworden, meint Rieger, der ebenfalls offen zugibt, dass die Konzertbranche seit Jahren wenig Probleme gehabt habe: „Wir haben uns nie richtig schwer getan.“

Und Frank Maass, Director Marketing & Promotion bei DEAG, beschwichtigt: „Manchmal fragen auch wir uns, warum die Leute die teuren Tickets kaufen. Aber die Diskussion über die erhöhten Preise ist unverständlich. Wie in jeder Branche bestimmt auch im Konzertbusiness der Markt die Preise.“