Das Vertrauen der Investoren in die EMI Group leidet. Nach den Kursgewinnen der EMI-Aktie im November – ausgelöst durch eine erfreuliche Zwischenbilanz verbunden mit einem rosigen Ausblick ins digitale Musikgeschäft – holt die Briten nun die Realität ein.
Analysten befürchten vor allem einen deutlichen Umsatzrückgang im US-Geschäft. Die Banker der Lehman Brothers Holdings Inc. rechnen damit, dass EMI im wichtigen vierten Quartal des vergangenen Jahres rund acht Prozent weniger Alben in Amerika verkauft als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Zusammen mit den sinkenden Erträgen im britischen Tonträgergeschäft, wo fallende Preise trotz Absatzplus empfindlich an den Margen knabbern, gebe es inzwischen „beträchtliche Unsicherheiten“, was die Zukunft der EMI betrifft.
Lehman stufte die EMI-Papiere in diesem Zusammenhang herab, was am 4. Juli zu leichten Kursverlusten in London führte. Die Aktie hält derzeit bei 257 Pence, Mitte Dezember lag sie zeitweise noch über 270 Pence.





