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GEMA-CEO Holzmüller betonte bei Mitgliederversammlung die „starke Gemeinschaft“

Am 7. Mai ging in den Atelier Gardens Berlin die dreitägige Mitgliederversammlung der GEMA zu Ende. CEO Tobias Holzmüller appellierte daran, man könne nur als „starke Gemeinschaft“ die Zukunft der Musik gestalten und die „Interessen der Kreativen nachhaltig stärken“. Im Rahmen der Mitgliederversammlung trafen die Delegierten zudem eine Entscheidung zur Zukunft der Kulturförderung.

“Mit der diesjährigen Mitgliederversammlung hat die GEMA gezeigt, dass sie zusammensteht, wenn es darauf ankommt, und dass sie in der Lage ist, bedeutsame Entscheidungen zu treffen“, lässt sich Tobias Holzmüller, CEO der GEMA, zum Ende der Veranstaltung zitieren. Damit spielt der Top-Manager sicherlich auch auf die Zustimmung der Vollversammlung zur Reform der GEMA-Kulturförderung an. Die Delegierten nahmen den Antrag mit einer großen Zweidrittelmehrheit an, wie MusikWoche bereits gestern vermeldete.

Das Zusammenstehen der GEMA erachtet der CEO als wichtig, denn angesichts der Herausforderungen, vor denen die Musikbranche stehe, müsse man die „dringlichen, zukunftsrelevanten Entscheidungen beherzt treffen und mögliche Unsicherheiten durch Vertrauen ineinander aushalten“, so Holzmüller weiter. „Der persönliche Austausch in Berlin hat mir einmal mehr verdeutlicht: Nur als starke Gemeinschaft können wir die Zukunft der Musik gestalten und die Interessen der Kreativen nachhaltig sichern.“

Stefanie Hubig bei der GEMA-Mitgliederversammlung
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bei der GEMA-Mitgliederversammlung. Foto: Cineworx

Auch die hohe Bundespolitik zeigte auf der Bühne Präsenz. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) schlug in ihrer Rede den Bogen von technologischen Entwicklungen aus dem KI-Sektor zum Schutz kreativer Leistungen: „Maschinen können Inhalte generieren – Inhalte schöpfen können aber nur Menschen. Deshalb bleibt der Mensch das Maß der Dinge. Unsere Gesetze müssen das widerspiegeln – das Recht muss sich weiterentwickeln.“ Hubig betonte weiter: „Wenn KI-Systeme mit den Werken von Menschen trainiert werden, dann müssen diese dafür angemessen vergütet werden. In Fragen von KI und Urheberrecht steht das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz an der Seite der GEMA.“

Ehrennadel der GEMA für CDU-Politiker Ansgar Heveling

Ebenso politisch wurde es bei der Vergabe der GEMA-Ehrennadel, die 2026 an den CDU-Politiker Ansgar Heveling ging, der die Auszeichnung persönlich entgegennahm. Der Bundestagsabgeordnete war in seiner Laufbahn als Obmann der Unionsfraktion im Kulturausschuss tätig und arbeitete in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ mit. Die Ehrennadel vergibt die Verwertungsgesellschaft an Persönlichkeiten, „die sich in besonderer Weise um die Musikkultur und das Urheberrecht in Deutschland verdient gemacht und die Interessen der von der GEMA vertretenen Komponistinnen und Komponisten, Textdichterinnen und Textdichter sowie Musikverlage nachhaltig unterstützt haben“.

Noch bevor die GEMA die Mitgliederversammlung offiziell eröffnete, feierte man mit dem neuen Format Creator Summit eine Premiere. Hier kamen mehr als 100 Teilnehmende zusammen, die sich unter anderem aus Musiker:innen, Content Creator:innen und Social-Media-Expert:innen zusammensetzten. Bei verschiedenen Panels, Vorträgen und Workshops ging es vor allem um Themen wie Online-Präsenz, Community-Aufbau und Online-Marketing, die heute mehr denn je Erfolgsfaktoren in der Musikbranche seien, wie die GEMA mitteilt.

Inhaltliches Programm für GEMA-Mitglieder

An den drei Tagen der Versammlung konnten GEMA-Mitglieder zudem an einigen Panels und Workshops teilnehmen und sich zu Themen wie Filmmusik, Songwriting-Essentials, der GEMA-Sozialkasse sowie zur Entwicklung von Konzerten und Festivals in Deutschland bis 2035 informieren und austauschen.

Beim politischen Panel am Mittwochabend mit dem Titel „KI trifft Kreativität – Wem gehört die Musik von morgen?“, diskutierten Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen), David Schliesing (Die Linke) sowie Anja Kathmann von der GEMA und Christopher Wieduwilt von AIMusicpreneur miteinander. Moderatorin des Panels war Songwriterin und diesjährige Gewinnerin des Lyrikon Ela Steinmetz. An vielen Infoständen standen zudem Mitarbeiter:innen der GEMA für Fragen zur Verfügung.

Delegierte stimmten für Reform der Kulturförderung

Am Nachmittag des 7. Mai 2026 teilte die GEMA bereits mit, dass die Vollversammlung der Mitglieder mit einer großen Zweidrittelmehrheit für eine Reform der Kulturförderung gestimmt hat. Diese sieht unter anderem die Abschaffung der Aufteilung zwischen E- und U-Musik vor und soll den Verteilungsschlüssel der Tantiemen neu ausrichten. MusikWoche berichtete bereits vorab ausführlich über das Stimmungsbild mit Wortmeldungen von unter anderem Christopher Annen, Micki Meuser, Moritz Eggert oder der Fachgruppe E-Musik.