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Filesharer wehren sich gegen Kriminalisierung

Die Verfechter einer Kulturflatrate zur Finanzierung des privaten Tauschs von Musik und Filmen im Internet setzen nach: Mit einer Unterschriftenaktion will die Initiative Fairsharing.de gegen die Strafverfolgung von P2P-Nutzern mobil machen. Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a. Oliver Moldenhauer, Katja Husen und Janko Röttgers.

Die Verfechter einer Kulturflatrate zur Finanzierung des privaten Tauschs von Musik und Filmen im Internet setzen nach: Mit einer Unterschriftenaktion will die Initiative Fairsharing.de gegen die Strafverfolgung von P2P-Nutzern mobil machen. Die Unterzeichner der Fairsharing-Erklärung bekennen: „Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben.“

Gegen diese Art der Kriminalisierung setzen sich die Netzaktivisten zur Wehr. Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Werken zu privaten Zwecken müsse auch in der digitalen Welt legal bleiben. Den Vergütungsanspruch der Rechteinhaber stellt die Initiative indes nicht in Frage. Vielmehr plädiert man für eine pauschale Vergütung, wie sie bereits seit Monaten in Form einer Kulturflatrate in der Diskussion ist. „Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle“, so die Fairsharer.

Unter den ersten 66 Unterzeichnern befinden sich auch Musiker wie Frank Fenstermacher von den Fehlfarben und Axel Fischer von Console. Außerdem bekennende Filesharer: Juraprofessor Wolfgang Däubler, Oliver Moldenhauer von Attac, Katja Husen vom Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen und Autor Janko Röttgers. In den ersten zehn Stunden folgten weitere 1000 Unterzeichner dem Aufruf. Bis zum 22. Februar, 0:00 Uhr waren es 1435 Unterstützer. Fairsharing.de folgt einer ähnlichen Aktion in Frankreich, wo sich bereits rund 40.000 Menschen gegen die Kriminalisierung der P2P-Nutzung gestellt haben.

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