Recorded & Publishing

EU-Kommission nimmt sich mehr Zeit für Universals BMG-Kauf

Die europäischen Wettbewerbshüter benötigen offenbar mehr Zeit als zunächst angenommen, um die Auswirkungen der Major-Fusion im Musikverlagsgeschäft beurteilen zu können. Statt bis Ende April soll nun bis Anfang Juni eine Entscheidung fallen.

Die europäischen Wettbewerbshüter benötigen offenbar mehr Zeit als zunächst angenommen, um die Auswirkungen der Major-Fusion im Musikverlagsgeschäft angemessen beurteilen zu können. Statt bis zum 27. April soll nun bis zum 1. Juni eine Entscheidung fallen, ob Universal Music den BMG-Musikverlagsarm wie geplant übernehmen kann, ließ die EU-Kommission am 11. Januar in Brüssel wissen. Beide Unternehmen seien bereits entsprechend informiert worden.

Universal hatte im September bei einer Versteigerung für 1,63 Milliarden Euro den Zuschlag für BMG Music Publishing erhalten und am 3. November bei der EU um Genehmigung angefragt. Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC hatte den Deal bereits am 14. November ohne Auflagen genehmigt, die australischen Wettbewerbshüter im Dezember ebenfalls. Inzwischen hat die Universal-Mutter Vivendi am 15. Dezember die vereinbarte Kaufsumme an die Bertelsmann AG überwiesen. Der Zusammenschluss von Universal Music Publishing und BMG würde den weltgrößten Musikverlag mit einem Marktanteil von rund 22 Prozent schaffen.

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